Psycho-Alex Blog

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Psycho-Alex

PsycchoSo ich melde mich mal nach einem Monat zurück°!

Es gibt viel zu tun auf  Psycho-Alex, lasst den Psycho nicht einschlafen! Als ersten Schritt werde ich das Forum wieder beleben. Ich hatte die letzte Zeit andere Baustellen fertig gestellt, ja ich muss Geld verdienen. Habe ich euch schon verraten das ich an meiner Million EURO arbeite? Nee, dann wird es aber Zeit. Meine Psychologin meinte es wäre schön, wenn ich mir Ziele setzen würde, das mache ich ja. Ich habe mir vorgenommen meine Millionen bis ich 30 bin zu verdienen....

 

So das wärs erstmal für heute

Grüße

Psycho


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heide

Eine Suchanfrage aus Australien
Sohn Erich aus Australien sucht seinen Vater. Er stellt einen Suchantrag in Australien, da er in Australien wohnt. Er weiß weder Geburtstag (evtl. 1929) noch Geburtsort - nur Geburtsland, und das war Deutschland. Zuletzt hat er 1970 von ihm gehört und er glaubt zu wissen, dass der Vater das Land verlassen hat. Gründe waren Eheprobleme und die Suche nach Arbeit.

Das sind natürlich sehr schlechte Voraussetzungen für eine Suche. Doch auf Rückfrage schickte der Sohn seinen Taufschein. Dort war der Wohnort am Tauftag angegeben , und ein alter Brief seines Vaters mit einer Adresse in Bayern. Da konnte die Suche ansetzen.

Sie begann beim Meldeamt M. und ging dann immer weiter. Sehr oft war der Vater in eine andere Stadt gezogen. Diese Sache zog sich dadurch über drei Jahre hin. Dann erhielten wir eine Adresse, wo er noch wohnen sollte. So schrieb ich ihm, dass sein Sohn aus Australien ihn suchte. Drei Tage später rief der überglückliche, total aufgeregte Vater an. So viele Jahre hatte auch er nach seinem Sohn gesucht, ihn aber nicht gefunden. Er hatte dadurch bereits einen Herzinfarkt erlitten und wollte daher gleich die Telefonnummer von seinem Sohn in Australien haben, um mit ihm zu sprechen. 


Ein Geschwisterpaar
Ein Mann aus Schweden sucht seine Halbschwester Renate K.. Geburtsort Leipzig, Geburtsjahr 1940-1942. Er weiß, dass sie 1961 geheiratet hat und auch gern Kontakt zu ihm gehabt hätte. Aber die Großmutter, bei der die Halbschwester wohnte, hat das verhindert. Nur die Adresse der Großmutter war bekannt. Bei ihr hatte sie bis zur Heirat gewohnt.

Es musste also der Ehename gefunden werden und der Wohnort. Glücklicherweise teilte man mit diesen Informationen auch das genaue Geburtsdatum mit. Aber von diesem genannten Wohnort war Renate verzogen. Auf Anfrage teilte man ihren neuen Wohnort mit und ihren neuen Namen. Darauf hin wurde die Frau angeschrieben. Sie antwortete sofort: Sie war sehr überrascht und neugierig, etwas über ihren Vater zu erfahren. Sie wollte die Adresse ihres Halbbruders sofort haben. 


Ein ganz "einfacher Fall"
Eine Frau aus Australien sucht ihren Vater. Bekannt sind ihr sein Geburtsort und ein ungefähres Geburtsjahr zwischen 1942 und 1945. Zunächst wird versucht mit Hilfe der Telefon- CD zu suchen. Man kann den Namen der gesuchten Person eingeben, z. B. "Hanni Mustermann", und dann werden alle Hanni Mustermann in Deutschland aufgeführt, die unter diesem Namen Telefon haben (jedoch keine Geheimnummern).

So fand sich der gesuchte Name in der Gegend von Hamburg. Ein Anruf und Klaus Peter meldete sich. Er war die gesuchte Person. Er willigte sofort ein, seine Adresse an seine Tochter weiterzuleiten. Aber er sagte auch: "Es ist ein Wunder, dass Sie mich gefunden hat. Ich bin vor kurzem erst wieder nach Deutschland zurückgekehrt, denn ich habe 9 Jahre Portugal gewohnt." Manchmal geht es ganz einfach......  Eine kleine Notiz
Ein Mann aus Dänemark suchte seine Mutter. Sie hatte ihn zur Adoption freigegeben. Also ein sensibeler Fall. Ihr letzter ihm bekannter Wohnort im Jahr 1961 war H. Von dort hatte sie sich 1966 nach B. Abgemeldet. Dort jedoch gab es keinen Eintrag. Nach vergeblichen Versuchen, über das Standesamt evtl. Auskünfte zu erhalten, musste man einen anderen Weg finden..

Über die Telefon- CD herausfinden, wer evtl. in B. im gleichen Haus gewohnt haben könnte. Aber diese Adresse war ein Krankenhaus. Es konnte dann nur eine schriftliche Anfrage an die Personalabteilung erfolgen, da am Telefon keine Auskünfte erteilt werden. Es kam die Nachricht, dass die gesuchte Person bei ihrer Mutter gewohnt und dort eine Krankenpflegeschule besucht hatte und welchen Namen die gesuchte Mutter jetzt trägt.

Bei einem Anruf bei dieser Personalstelle meinte die Dame: "Ich wollte die Sache schon als unmöglich zu erledigen weglegen, als ich doch noch eine kleine Notiz fand." Über die Adresse der Mutter der gesuchten Person erhielt ich dann die Adresse von Christina Sch. Sie war sehr glücklich zu erfahren, dass ihr Sohn sie sucht. "Gestern hatte er Geburtstag", sagte sie. Damals war sie zu jung (gerade 17 Jahre), um die Verantwortung für ihren Sohn zu übernehmen. Nun war sie überglücklich, der bat sofort Adresse und Telefonnummer, um ihn anzurufen oder ihm zu schreiben.  Eine andere Suchanfrage aus Australien führte - nach Australien
Eine Frau suchte ihre Mutter, von der sie seit 1962 nichts mehr gehört hatte. Ihre Eltern ließen sich scheiden und die Mutter war vielleicht nach Deutschland zurückgekehrt. Die Tochter suchte ihre Mutter, weil ihr Vater verstorben war. Ein Meldeamt teilte mit, dass sie mit ihrer Tochter in ein Flüchtlingslager nach Sch. verzogen war. Es schien sehr aussichtslos, die Mutter zu finden.

Aber sie trug einen ungewöhnlichen Geburtsnamen. Es wurden alle Personen in Deutschland, die diesen Namen trugen und einen Telefoneintrag hatten, angeschrieben in der Hoffnung, Hinweise zu erhalten. Und tatsächlich - einer rief an. Er sagte: "Ich hatte Ihren Brief schon weggelegt; doch als ich mich nachmittags ein wenig hingelegt hatte, meinte ich, mich doch an diese Frau zu erinnern." Er erhielt weitere Informationen und er versprach, sich umzuhören.

Und dann fand sich eine Adresse der Tante der gesuchten Person. Die Tante wiederum hatte die Telefonnummer der Schwester der gesuchten Person. Und diese sagte : "Ich werde mit meiner Schwester sprechen. Wenn sie einverstanden ist, gebe ich Ihnen die Adresse".

Es kam ein Fax. Darin stand: "Meine Schwester ist überglücklich. Viele Jahre hat sie darum gebetet, dass einmal der Tag kommen würde, wo sie wieder mit ihren Töchtern sprechen und viele Dinge erklären könnte. Hier ist ihre Adresse". Das Erstaunliche war: Die Mutter wohnte wie ihre Kinder in Australien. Der Suchdienst in Australien hat dann mit der Frau gesprochen, und man war erschüttert, was die Frau alles mit ihrem Mann erlebt hat und warum sie gehen musste, ohne zu sagen, wohin. Denn schon einmal war sie nach Deutschland geflohen und ihr Mann hatte sie wieder zurückgeholt. Doch jetzt war ihr Mann tot, und sie konnte frohen Herzens den Kontakt mit Ihren Töchtern wieder aufnehmen. 


Nicht immer ist der Kontakt erwünscht
Ein Mann aus Australien suchte seine Mutter, aber er kannte sie gar nicht. Er ist 1968 geboren, und der letzte Kontakt war 1968, wegen der Scheidung der Eltern. Wir kontaktierten das Meldeamt, wo die Mutter 1968 gewohnt hatte. Es kam eine Adresse in G. Von dort kam eine Adresse in O. Hier ging es nicht weiter. Sie schien nicht zu ermitteln.

Ein letzter Versuch war das Standesamt in der Stadt, wo die Frau geboren war. Dort war eine 4. Ehe eingetragen, die wohl in B. geschlossen wurde. Freundlicherweise schrieb das Standesamt an das Meldeamt in B., und von dort erfuhren wir den heutigen Namen und die heutige Adresse. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, sie zu sprechen, klappte es endlich.

Leider lehnte sie es kategorisch ab, einen Kontakt mit ihrem Sohn aufzunehmen. Sie sagte: "Meine Gesundheit ist nicht stark genug, um mit einer veränderten Situation fertig zu werden." Sie erhielt allerdings die Daten ihres Sohnes, falls sie eines Tages doch den Wunsch hat, mit ihm Kontakt aufzunehmen. So etwas ist sehr bedauerlich, dennoch müssen auch solche Entscheidungen akzeptiert und zu respektiert werden.

Bei dem Versuch, Menschen zusammenzuführen, gibt es also Schönes und Trauriges. Aber es ist dennoch eine wunderbare Sache, dass die Internationalität der Heilsarmee solche Dienste möglich macht. Es ist ein Weg von sehr vielen, um deutlich machen zu können, dass wir - wie Jesus - unseren Einsatz geben wollen, um "Verlorene" zu suchen und ihnen die offene Tür nach Hause zu zeigen ...
Ihre Heide


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Ein lustiges Kinderbuch von Eva Siebenherz Für Leser von 4-99 Jahre.

Als das schwarze Kätzchen zur Welt kommt, ist es nicht gerade vom Glücksstern bestrahlt: Skrupellose Menschen werfen die kleine Katze und ihre Geschwister in einen Mülleimer. Doch Tierfreunde retten sie, bringen sie zum Tierarzt und anschließend ins Tierheim, wo die Kleine – als einzige Überlebende des Katzenwurfs – aufgepäppelt wird. Kein Wunder, dass das kleine Katzenmädchen glaubt, sein Name sei „arme Socke“! So sagen nun mal alle zu ihr, die mit ihr zu tun haben. Das Tierheim ist das einzige Zuhause, das die Kleine kennt, und so wehrt sie sich nach Kräften, als Antonia und ihr Lebensgefährte Fritz auf einmal im Raum stehen und sie mit nach Hause nehmen möchten. Die Kleine weiß gar nicht, wie ihr geschieht. Nach Hause? Wo ist das? Katze Blacky erklärt es ihr: „Zu Hause ist dort, wo die Menschen wohnen. Die sind hier, weil sie sich eine Katze wünschen und suchen sich hier im Tierheim eine aus und dann nehmen sie sie mit." Zuerst ist das schwarze Kätzchen nicht so begeistert von seiner Adoptivfamilie. Es ist schon sehr anstrengend, wenn man in einer vierköpfigen Familie ständig von einem zum anderen gereicht wird. Doch als es einen Namen bekommt - Paula, weil das der einzige Name ist, auf den es reagiert -, und ordentlich verwöhnt wird, stellt unser Katzenkind erfreut fest, dass es gar nicht so schlecht ist, adoptiert worden zu sein. Gerade hat Paula sich eingelebt, da bricht Hektik aus. Die Familie verkauft ihr Hab und Gut und macht sich mit Wohnwagen und Paula auf nach Südtirol. „Auswandern" nennt sie diese sonderbare Aktivität. Nachdem Paula im Auto gar so maunzt, wird sie in den Wohnwagen umquartiert. Auf dem Campingplatz angekommen, darf Paula endlich wieder raus - wenn auch nur an der Leine - und macht sogleich ein paar Erfahrungen fürs Leben: * Ältere Katzen können verflixt herablassend sein.
* Perserkatzen haben Augen, auch wenn man die vor lauter Fell nicht sieht.
* Wenn man mit einer Leine am Baum angebunden ist, ist eine dumme Idee, den Baum zu umkreisen.
* Und wenn man morgens um 5 im Wohnwagen randaliert, wird man ins Vorzelt gesperrt. Während Paula unverdrossen Lebenserfahrung sammelt, ist ihre Menschenfamilie auf Haussuche. Leider vergeblich. Was ihren Vorstellungen entspricht, übersteigt ihr Budget. Und so beschließen sie, ihr Glück im benachbarten Österreich zu versuchen. So langsam hat Paula das Herumziehen satt. Sie möchte ein ganz normales Katzenleben führen. Doch zunächst sieht es nicht danach aus, als würde ihr Wunsch in Erfüllung gehen. Die Familie kampiert auf der Wiese eines Bauernhofs und sucht weiter nach einem passenden Haus. Paula legt sich sogleich Peter an, mit dem größten und frechsten Kater der Gegend. Nachts träumt sie dann davon, eine neongrün und leuchtend pinkfarben gestreifte Zauberkatze zu sein, die den Kater Peter in eine Maus verwandeln kann. Da kommt ein Anruf aus Deutschland - die Familie muss in in ihre alte Heimat zurückkehren, um eine dringende Angelegenheit zu regeln. Und um Paula die Strapazen der Hin- und Rückreise zu ersparen, soll sie in der Zeit auf dem Bauernhof bleiben. Paula ist entsetzt: Damit ist sie dem frechen Kater Peter mit Haut und Haaren ausgeliefert. Vor allem, da Paula nur an der Leine ins Freie darf, was ihre Fluchtmöglichkeiten natürlich drastisch einschränkt. Als sie sich wieder einmal in ihrer Leine verheddert und die Bäuerin „Entwicklungshilfe" leisten muss, nutzt Paula die Gelegenheit zur Flucht. Zuflucht sucht und findet sie bei den Schweinen im Stall. Als das freundliche Borstenvieh Paula davor beschützen will, von der Bäuerin eingefangen zu werden, nimmt diese Aktion einen dramatischen Verlauf ... Und wieder heißt es weiterziehen. Paulas Familie verschlägt es in die Steiermark. Dort haben sie ein Haus gefunden und Paula darf endlich nach Herzenslust durch die Gegend stromern, ganz ohne Leine. Doch die Freude währt nicht lange: Nach wenigen Wochen ist schon wieder ein erneuter Umzug fällig. Jetzt, nach vielen Irrungen und Wirrungen, ist die Familie in ihrn neuen Zuhause angekommen. Doch das neue Heim ist für Paula nicht der Himmel auf Erden, wie sie es erwartet hat: Sie bekommt Konkurrenz in Gestalt der Katzenkinder Mini und Maxi. Tochter Petra hat die beiden Kätzchen vor einem schlimmen Schicksal bewahrt und nach Hause gebracht. Paula hat zwar Mitleid mit den Kleinen, aber die möchte weder ihre Menschen noch ihr Zuhause mit ihnen teilen. Was soll sie nur tun? Da hat Paula einen Traum, der ihr die ideale Lösung präsentiert. Aber wird sich das auch in die Wirklichkeit umsetzen lassen? Wird sie einen Weg finden, mit dem alle Beteiligten glücklich und zufrieden sind? Wer Katzen mag und vielleicht selbst schon Katzen hatte, wird Mieze Paula und ihre kleinen und großen Abenteuer lieben. „Das abenteuerliche Leben der Mieze Paula" ist als Kinderbuch geschrieben worden, aber auch erwachsene Katzenfreunde werden ihre Freude an der Geschichte des temperamentvollen und lebensfrohen Kätzchens haben, das sich, was immer ihm auch widerfährt, einfach nicht unterkriegen lässt. Die Illustratorin Maren Frank hat das kleine Buch liebevoll mit Katzen-Vignetten sowie farbigen und schwarz-weißen Illustrationen ausgestattet: mit niedlichen Katzen, frechen Nagern, stolzen Pferden, freundlichen Schweinen - und mit märchenhaften Szenen aus Mieze Paulas Träumen. Ein unterhaltsames Büchlein zum Selber lesen oder zum Verschenken an kleine und große Katzenfreunde.

Ihre Heide


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Der kaukasische Kreidekreis- Darauf beruht das Adoptionskreisforum
Berthold Brecht
 
In dem Schauspiel „Der kaukasische Kreidekreis", von Bertolt Brecht, werden zwei Geschichten vorgetragen, die letztendlich auch zusammenfließen. Ein Sänger erzählt dieses Stück bei einer Wiederaufbauung eines Tals, um welches sich zwei Kolchosdörfer streiten, was in Brechts Buch ein Rahmenstück bildet. Zwei große Themen der Wltliteratur, werden vom Autor zu einem geschlossenen Kreis geführt. Zunächst beginnt er den Vortrag mit der ersten Geschichte, der armen Dienstbotin Grusche, die bei dem Gouverneur angestellt ist. Sie verlobt sich nach einigen Gesprächen, die sich im Buch mitverfolgen lassen, mit dem Soldaten Simon, der auch kurz darauf in den Krieg nach Persien geschickt wird. Schließlich wird Grusche wieder in den Palast des Gouverneurs gerufen, indem kurz zuvor der Gouverneur durch einen Anschlag der Fürsten geköpft worden ist und dessen Frau gerade, egoistisch befehlend, die Kleider und Luxusgüter für ihre Flucht zusammenstellt. Dabei vergisst sie bei der Abreise ihren kleinen Sohn Michel, den Grusche später verantwortungsvoll und gutmütig aufnimmt. Auf ihrer Flucht vor der Gefahr, dass Michel auch getötet werden könnte, falls man ihn findet, pflegt und erzieht Grusche ihn, wobei sie ihn immer mehr ins Herz schließt und ihn, nachdem sie mehrere Opfer auf sich genommen hat, sogar als ihren eigenen Sohn adoptiert. In ihrer Hilflosigkeit und Erschöpfung gelangt sie schließlich zum Hof ihres Bruders, der sie zwar pflegt, aber ihr keine langfristige Unterkunft gewähren kann, da er von seiner Frau unterdrückt wird, die Grusche misstrauisch gegenübersteht. So schlägt der Bruder Lavrenti Grusche vor, einen Bauern aus dem Dorf zu heiraten, der einen Hof hat und im Sterben liegt, um auch einen Vater für Michel zu haben. Missmutig in ihrem Elend findet Grusche keinen anderen Ausweg und nimmt den Vorschlag ihres Bruders an, der sie auch direkt zur Hochzeit begleitet. Dort heiratet sie den angeblich im Sterben liegenden Jussup in Anwesenheit eines billigen Mönchs und vielen neugierigen Gästen, die nach der Hochzeit kundgeben, dass die Soldaten heimkehren. Grusche reagiert erfreut, da sie ihren Verlobten Simon erwartet, doch wird plötzlich von ihrem Ehemann Jussup überrascht, der nach Ankündigung des Kriegsendes nicht mehr simuliert. So muss Grusche eine lange Zeit der Erwartung überstehen, bis auf einmal Simon zu ihr kommt, der sich nach ihrem Eid der Treue erkundigt. Schließlich teilt sie ihm mit, dass sie einen "eigenen" Sohn, Michel, hat, der kurz darauf unter Befehl seiner leiblichen Mutter, der Gouverneursfrau, fortgeführt wird. Mit diesem Übergang gelangt der Sänger zu seiner zweiten Geschichte über Azdak, der am Anfang dieses neuen Abschnittes unbewusst den Großfürsten bei sich aufnimmt. Als Azdak seinen Fehler bemerkt, liefert er sich aus Scham selbst dem Gerichtshof aus, in dem der Richter kurz zuvor von Teppichwebern gehängt worden ist. Doch er redet sich schließlich aus seinen Taten heraus und leugnet alles, bis plötzlich der fette Fürst mit seinem Neffen dazugelangt, um den neuen Richter ausfindig zu machen. Listig und redegewandt tritt Azdak der Herausforderung entgegen und wird später von den Panzerreitern zum neuen Stadtrichter ernannt. In Azdaks ersten Fällen urteilt er habgierig und vertritt rechtlos die untere Schicht. Zur Freude der Adligen soll Azdak nun ebenfalls gehängt werden, doch da der Großfürst fair Azdaks Hilfsbereitschaft schätzt, kann er sein Amt als Richter weiter ausüben. So urteilt Azdak letztendlich über den Gerichtsfall zwischen der Gouverneursfrau und Grusche, die beide "ihren" Sohn Michel erziehen wollen. Obwohl Grusche zunächst der Rhetorik der Anwälte von der Gouverneursfrau unterlegen ist, weiß Azdak nicht, wie er für das Kind entscheiden soll, da er Zweifel an der Adligen und Grusche hat. Doch da er erkennt, dass Grusche mit ihrer Seele an Michel hängt, anders als dessen leibliche Mutter, die sich hauptsächlich für das Erbe interessiert, versucht er, die Adlige zu überlisten. Daher beschließt Azdak, Michel in einen "Kreidekreis" zu stellen, um so zu prüfen, welcher Frau Michel wichtiger ist. Darauf sollen beide Frauen den Jungen zu sich ziehen, doch da Grusche Michel keine Schmerzen zufügen will, lässt sie los und bekommt am Ende Michel zugesprochen.


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Psycho-Alex

Es gibt eine neue Webseite aus dem Hause "Alexander Müller!". Hihi, Eigenlob stinkt, aber ich kann den Geruch gut ertragen°!

Schaut mal auf erfreuliche Nachrichten!

Grüße

Psycho


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heide

Initiativen
 
Unzählige Menschen engagieren sich in gesellschaftlichen und sozialen Bereichen. Alle privaten Initiativen, aber auch Vereine sind froh über jede helfende Hand. Ein Grund ist die häufig enge Finanzlage.
Wer in der Gesellschaft etwas bewegen möchte, kann nicht zwingend mit finanzieller Unterstützung von formeller Seite rechnen. Eigeninitiative ist gefragt. Ein Beispiel ist der Suchpool für DDR Bürger. In dem Internetportal haben Menschen die in der DDR sozialisiert wurden, die Möglichkeit nach vermissten Angehörigen, Kollegen, Schulfreunden suchen zu lassen. Nach einem Jahr der Existenz des Suchpools sind bereits annähernd 2000 Suchanzeigen eingegangen. Die Bewältigung dieser Flut wäre ohne ehrenamtliche Mitarbeiterinnen nicht denkbar. So kommt auch der Suchpool nicht ohne das ehrenamtliche Engagement von mittlerweile zwölf Mitarbeitern aus. Jeder bringt seine eigenen Kompetenzen in die unterstützende Tätigkeit ein und trägt dazu bei, dass die Initiative am Leben erhalten wird. Es finden sich sicher auch in Ihrer Nähe Projekte, die sich über Unterstützung freuen! 

 

Ihre Heide


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heide

Ein wichtiger Hinweis, herausgegeben von der DLRG LV Westfalen:
 
Die RTW- und Ambulanzfahrer haben bemerkt, dass beim Verkehrsunfall die meisten Verwundeten ein Mobil-Telefon bei sich haben. Bei verletzten Personen, die nicht mehr ansprechbar sind, wissen die Einsatzkräfte aber nicht, wer aus den langen Adresslisten zu kontaktieren ist.
Ambulanzfahrer und Notärzte haben also vorgeschlagen, dass jeder in sein Handy-Adressbuch, die im Notfall zu kontaktierende Person unter demselben Pseudo eingibt.
Das international anerkannte Pseudo ist: ICE (= In Case of Emergency). Unter diesem Namen sollte man die Rufnummer der Person eintragen, welche im Notfall durch Polizei, Feuerwehr oder erste Hilfe anzurufen ist. Sind mehrere Personen zu kontaktieren, braucht man ICE1, ICE2, ICE3, usw.
Leicht durchzuführen, kostet nichts, kann aber viel erreichen.

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Diese Information habe ich über ein Forum bekommen und möchte diese gerne weiter geben. Da ich ja auch Rettungsassistentin bin, finde ich dieses sehr wichtig und für eine gute Idee.

Ihre Heide


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Verschiedene Identität- was bedeutet das?
 
Adoptierte besitzen nach ihrer Adoption zwei Identitäten. Die angeborene und die „an- adoptierte“ Identität. Das ist für 95% aller Adoptierten meist ein lebenslanger Spagat. Ein Spagat, der für ca. 50% der Adoptierten oft nicht ohne Folgen bleibt. Unter Adoptierten, die unter diesem Spagat mehr leiden als andere, gibt es viele, die dadurch noch mehr Identitäten entwickeln, Scheinidentitäten, allgemein als Persönlichkeitsstörung, auch unter dem Namen Borderline bekannt. Es ist durchaus angebracht, Kinder und Jugendliche, nach verschiedenen Punkten zu unterscheiden: Unbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche Kinder, die in einem normalen Umfeld bei den leiblichen Eltern aufwachsen, erleben ihre Kindheit wie viele andere auch. Eben „normal" mit allen Höhen und Tiefen - also nichts Besonderes. Beeinträchtigte Kinder und Jugendliche Beeinträchtigte Kinder sind solche, die in abnormalen Familienverhältnissen auf wachsen (Alkohol - und Drogenmissbrauch, häusliche Gewalt, schwere Krankheitsfälle oder Tod) sind oft Außenseiter, introvertiert und nur schwer in die Gesellschaft ein zu gliedern. Adoptierte Kinder und Jugendliche Adoptierte sind anders. Adoptierte sind vielfach durch die Adoption, die Adoptionsfolgen und das Umfeld gestört. Mehr oder weniger, das kommt darauf an, wie ausgeprägt die Persönlichkeit eines jeden Einzelnen ist. Die Gesellschaft, zu mindest aber die Adoptivfamilie (wenn bei einigen auch nur unterschwellig) und deren Verwandtschaft erwartet, dass das Adoptivkind der Familie seine Dankbarkeit dafür erweist, das es in „geordneten Verhältnissen aufwächst und es ihm an nichts fehlt". Viele Adoptivkinder (vor allem 90% der, in der DDR adoptierten Kinder) werden bzw. wurden mit sehr viel Strenge erzogen. Pubertäres Verhalten wird/wurde nicht toleriert. Adoptivkinder haben/hatten das große Problem (bis auf wenige Ausnahmen), dass sie nie wirklich sie selbst sein dürfen/durften. Sie leben als „Schattenmännchen" in der Gesellschaft. Wenn sie ihre ureigenste Individualität wirklich werden lassen, verbunden mit einem eventuell etwas „rebellischem" Verhalten, wird dieses sofort den „Genen" der Herkunftsfamilie angelastet und nicht etwa den Erziehungsmethoden der Adoptivfamilie. Als Kind hat man leider nie eine Wahl. Egal, ob es Scheidungen oder eine Adoption ist. In beiden Fällen werden die Kinder nicht gefragt, bei wem sie bleiben oder zu wem sie gehen möchten. Sicher, Ausnahmen bestätigen die Regel. Nicht alle Adoptierten treffen es schlecht. Das trifft nur auf eine kleine Gruppe Adoptierter zu. Formal gesehen. Die Sichtweisen der Adoptierten selbst, später als Erwachsene, sind vielfältig und meist völlig anders, als das eigene Erleben als Kind.

Als Kind müssen/mussten viele Adoptierte ihre Herkunft verleugnen und das gleich in zweifacher Hinsicht. Einmal, weil „adoptiert -sein" eben nicht die Normalität ist und zweitens, wegen der ursprünglichen Herkunft. Spätestens als Jugendlicher macht sich ein Adoptierter Gedanken (vorausgesetzt er weiß, dass er adoptiert wurde) aus was für einer Familie er gekommen ist. Denn eine Adoption hat immer einen Grund, eine Ursache. Wenn das Umfeld erfährt, dass gerade dieses Kind (z.B. vom Nachbarn) adoptiert wurde, wird meistens so laut über die möglichen Ursachen dieser Adoption spekuliert, dass es der Adoptierte ja auch hört. Aller spätestens zu diesem Zeitpunkt verliert ein adoptiertes Kind den Anspruch auf die eigene Individualität. Durch die Gesellschaft und durch sich selbst. Adoptierte, die nicht sofort nach der Geburt adoptiert werden, erfahren eine erste Prägung in der Herkunftsfamilie. Nach der Adoption erfolgt eine erste Anpassung an die Adoptivfamilie. Die Prägung durch die Adoptivfamilie erfolgt später, im Laufe vieler Jahre. Gilt für Adoptierte der Spruch „Mehr Schein als Sein"? Wenn ja, wo liegt die Ursache dafür, wenn Adoptierte diese Frage bejahen? Die Ursache dafür ist eindeutig und in erster Linie in der Gesellschaft zu suchen. So lange, wie das Thema Adoption weiter tabuisiert wird, so lange wird es weiterhin „Schattenmännchen ohne eigene Individualität" geben. In zweiter Linie liegt die Ursache im persönlichen Umfeld der Adoptivfamilie. Liebe Adoptiveltern, hört auf damit, Euren Adoptivkindern direkt oder indirekt, lebenslange Dankbarkeit ab zu verlangen. Ihr macht dadurch aus einem einzigartigem Wesen, ein „ zweizigartiges"! Jeder Mensch ist Einzigartig und das sollte er auch bleiben, Adoptivkinder haben denselben Anspruch darauf, einzigartig zu sein und vor allem zu bleiben! Ich habe dazu einen Vergleich im Internet gefunden. Er ist zwar etwas aus dem Kontext gerissen und trotzdem passt der Vergleich: „Ich selbst vergleiche mich mit einem Haus.
Die erste Familie hat es gebaut, hat darin gelebt.
Durch eine Tragödie wird es zerstört. Es ist nichts mehr, als eine Ruine.
Eine zweite Familie baut das Haus wieder auf, vielleicht wird es sogar noch schöner, aber trotzdem ist es nicht mehr dasselbe. Die Stimmen der vorherigen Familie sind unwiderruflich verstummt."

Denn nur unsere inneren Werte machen uns zu dem Menschen, der wir wirklich sind - mit allen Facetten unserer Persönlichkeit.
Ihre Heide


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Liebe Blogleser!

Ein weiteres Teammitglied stellt sich vor:  Heide 

Liebe Blogleser!

Nach dem ich mich nun schon aktiv an den Blogs beteiligt habe, wird es Zeit, dass ich mich auch einmal vorstelle.  Ich bin Heide und 1958 geboren. Bis 1961 lebte ich in zwei Kinderheimen, danach kam ich zu Pflegeeltern, welche mich 1963 adoptierten.

Bei ihnen verlebte ich eine glückliche Kindheit und Jugend. Mit vierzehn Jahren erfuhr ich durch Zufall, dass ich adoptiert bin. Ich entdeckte Unterlagen, auf denen stand, dass meine Eltern nicht meine Eltern sind. Es gingen mir sofort viele Fragen durch den Kopf, es war sehr verwirrend. In diesem Moment, war ich allein zu Hause, es war nicht einfach. Da diese Entdeckung mich schockierte, brauchte ich Zeit, um damit umgehen zu können. Meine Eltern respektierten das und bedrängten mich nicht. Sie gaben mir aber zu erkennen, dass ich jederzeit mit ihnen sprechen konnte.

Ich wurde durch meine Adoptiveltern damals mangelhaft aufgeklärt. Heute weiß ich, dass dies aus Unwissenheit geschehen ist. Ich sehe die Ursache in der schlechten Beratung adoptierender Eltern durch das Jugendamt in der damaligen DDR. Nun verstand ich endlich die Geschichte, welche meine Mutter mir erzählen wollte. Ich wollte diese Geschichte in meiner Kindheit nicht hören, sie handelte von einem Jungen, welcher nicht bei seinen Eltern aufgewachsen ist.Im Nachhinein verstand ich, dass meine Mutter mich so mit dieser Thematik vertraut machen wollte.

Als ich siebzehn oder achtzehn Jahre alt war, boten meine Eltern mir an, mir bei der Suche nach meiner leiblichen Familie behilflich zu sein. Ich wollte es zum damaligen Zeitpunkt nicht, ich war noch nicht bereit dazu.

Ich musste erst neunundvierzig Jahre alt werden, um mich auf meine Wurzelsuche zu begeben. Bei der Suche nach meiner Herkunft, stöberte ich im Internet. In einem Forum für Betroffene von Adoption, lernte ich im Juli 2007 Eva Siebenherz kennen. Wir tauschten unsere „Geschichten" miteinander aus, lernten uns somit ein wenig kennen. Sie sprach über ihr Projekt, den Suchpool DDR Bürger und bat mich, ihr zu helfen. Ich tat es und mach es bis heute. Meine Aufgabe ist es, die eingehenden Suchanfragen zu bearbeiten. Ich erlebe somit täglich, wie Suchende uns als ihre letzte Hoffnung betrachten, um ihre Angehörigen zu finden. Oft sind es dramatische Schicksale und es ist nicht leicht, damit umzugehen. Gerade in solchen Situationen ist es wichtig, sich untereinander auszutauschen. Oft sprechen wir Teammitglieder des Suchpool DDR Bürger miteinander. Dies gibt Kraft, um weiterzumachen.

Der Erfolg gibt uns Recht.

Seit Bestehen dieser Seite helfe ich Alex beim Aufbau und bin von ihm als Moderatorin im Forum eingesetzt.Ich konnte in einem Adoptionsforum Erfahrungen als Moderatorin sammeln.

Durch meine frühkindlichen Erfahrungen (im Unterbewußtsein) haben bei mir in den vier Jahren Heimzeit Spuren hinterlassen, die auch nicht durch die große Fürsorge meiner Eltern verhindern lassen. Durch Herrn Dr. Burschel, den ich im Internett zufällig kennen lernte tauschten wir unsere Erfahrungen zum Thema Säuglingsheimkinder der 50ger und 60ger Jahre auf, da wir ziemlich ein Alter sind.Dabei stießen wir dann auf das Thema  Deprivatisierung der Kinder in diesen Heimen. Dieses hat er in seiner Homepage http://www.saeuglingsheim-archiv.de/ und ich in meiner Hompage http://www.zwangsadoptierte-ddr.de zum Thema gemacht. Wir sind der meinung, dass dieses Thema endlich an die Öffentlichkeit gehöhrt.

Ihre Heide





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Liebe Blogleser!

Heute möchte ich Ihnen ein Buch zum Thema Zwangsadoption empfehlen.

Tränen aus Eis -Sprache der Seele/ Autobiographie Eva Siebenherz

Initiatorin des Suchpools

Es ist ein verstörender Bericht, den Eva Siebenherz niedergeschrieben hat .Ihre Erzählung folgt keinen klassischen Regeln der Literatur, nach denen das Erscheinen und Wirken der Protagonisten einer Geschichte allmählich aufgebaut und schließlich dramaturgisch in das rechte Licht ihres Handelns geschoben werden. Die Menschen, von denen Eva Siebenherz erzählt, sind plötzlich da und ebenso schnell verlieren sie sich unserem Blick. Spot an! Licht aus! Genau so hat die Erzählerin die Menschen wahrgenommen, die ihr im Leben hilfreich oder verderblich wurden. Ihre Geschichte ist ein Zeitzeugnis. Ein Bericht, an einer späten Wegmarke rastend, erstattet .Ungewiss, welche Strecke ihr nun noch bleibt! Weil das Gelebte nicht ohne Folgen war, für das Lebendige in ihr. Weil, wie wir wissen, Krankheit - die Sprache der Seele ist. Eva Siebenherz' Leben hat unzählige Einschläge erlitten. Sich fast verbraucht. Sie hat die Zerstörung des heiligen Gespannes erfahren: den Zusammenhalt von Mutter und Kindern. Nicht durch Tod oder Krankheit, sondern durch das restriktive Handeln des Staates. Durch Zwangsadoption! Ihre Geschichte ist eine deutsche Geschichte. Die Geschichte eines Teiles Leben in der DDR. Ereignisse, die noch immer gern in die dunkle, unsichtbare Ecke gekehrt werden. Unbequeme Wahrheiten! Eva Siebenherz war außerstande, den Spagat ihrer Kindheit zwischen einem wohlgeordneten und begüterten Dasein der Großeltern und dem chaotischen Leben der Mutter ohne eigene Zerrissenheit zu vollziehen. Sie gehörte zu jenen, die ihre Lebens- furche oder Nische inmitten des ideologischen Ackers der DDR eben nicht fanden und ständig aus der Spur fiel. Mit schlimmen Erfahrungen und zunehmender, prägender Verbitterung. Doch niemand mag sich beim Lesen ihrer Zeilen selbstgefällig zurücklehnen: *Das hätte mir nicht passieren können*
Natürlich ist es zu weiten Teilen ein Bericht über das tägliche Leben einer untergegangenen Republik, der DDR. Hart und unbarmherzig erzählt, so wie sich selbst behandelt fühlte. Dann aber bald auch das Erfahren anderer Lebensmuster, im Westen. Helle und Dunkle. Jedes Land hat hinter der täuschend beleuchteten Hochglanzfassade seine Dreckecken. Nicht überall schlug bereits die Stunde zu ihrer Auskehr. Die Wahrheiten der Eva Siebenherz gelangten erst mit der Auflösung der DDR ans Licht. Eva Siebenherz spricht von ihrem Leben! Aus ihrer Sicht und Betroffenheit. Aber sie spricht auch die hundertfache Stimme jener Frauen, die Gleiches erlebten und erlitten. Sie spricht angesichts hunderter Kinder, deren selbstverständliche familiäre Geborgenheit, ihr Urvertrauen, innerhalb weniger Stunden zerstört war. Die Mutter plötzlich aus ihrer Welt genommen! Ein Weiterleben und Aufwachsen nun in einem Gespinst von Lügen. oft ließen sich ihre zerrissenen, gemeinsamen Lebensfäden nach Jahren nicht mehr verknüpfen. Eva Siebenherz erzählt von ihrem Kampf um den Behalt ihrer späten Kinder, um die Wieder Begegnung mit ihren Erstgeborenen und dem Leben, das dazwischen stattfand. Sie erzählt es in der Sprache ihrer zernarbten Seele. Ihre Heide


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