Psycho-Alex Blog

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heide

Liebe Blogleser!

Heute möchte ich Ihnen ein Buch zum Thema Zwangsadoption empfehlen.

Tränen aus Eis -Sprache der Seele/ Autobiographie Eva Siebenherz

Initiatorin des Suchpools

Es ist ein verstörender Bericht, den Eva Siebenherz niedergeschrieben hat .Ihre Erzählung folgt keinen klassischen Regeln der Literatur, nach denen das Erscheinen und Wirken der Protagonisten einer Geschichte allmählich aufgebaut und schließlich dramaturgisch in das rechte Licht ihres Handelns geschoben werden. Die Menschen, von denen Eva Siebenherz erzählt, sind plötzlich da und ebenso schnell verlieren sie sich unserem Blick. Spot an! Licht aus! Genau so hat die Erzählerin die Menschen wahrgenommen, die ihr im Leben hilfreich oder verderblich wurden. Ihre Geschichte ist ein Zeitzeugnis. Ein Bericht, an einer späten Wegmarke rastend, erstattet .Ungewiss, welche Strecke ihr nun noch bleibt! Weil das Gelebte nicht ohne Folgen war, für das Lebendige in ihr. Weil, wie wir wissen, Krankheit - die Sprache der Seele ist. Eva Siebenherz' Leben hat unzählige Einschläge erlitten. Sich fast verbraucht. Sie hat die Zerstörung des heiligen Gespannes erfahren: den Zusammenhalt von Mutter und Kindern. Nicht durch Tod oder Krankheit, sondern durch das restriktive Handeln des Staates. Durch Zwangsadoption! Ihre Geschichte ist eine deutsche Geschichte. Die Geschichte eines Teiles Leben in der DDR. Ereignisse, die noch immer gern in die dunkle, unsichtbare Ecke gekehrt werden. Unbequeme Wahrheiten! Eva Siebenherz war außerstande, den Spagat ihrer Kindheit zwischen einem wohlgeordneten und begüterten Dasein der Großeltern und dem chaotischen Leben der Mutter ohne eigene Zerrissenheit zu vollziehen. Sie gehörte zu jenen, die ihre Lebens- furche oder Nische inmitten des ideologischen Ackers der DDR eben nicht fanden und ständig aus der Spur fiel. Mit schlimmen Erfahrungen und zunehmender, prägender Verbitterung. Doch niemand mag sich beim Lesen ihrer Zeilen selbstgefällig zurücklehnen: *Das hätte mir nicht passieren können*
Natürlich ist es zu weiten Teilen ein Bericht über das tägliche Leben einer untergegangenen Republik, der DDR. Hart und unbarmherzig erzählt, so wie sich selbst behandelt fühlte. Dann aber bald auch das Erfahren anderer Lebensmuster, im Westen. Helle und Dunkle. Jedes Land hat hinter der täuschend beleuchteten Hochglanzfassade seine Dreckecken. Nicht überall schlug bereits die Stunde zu ihrer Auskehr. Die Wahrheiten der Eva Siebenherz gelangten erst mit der Auflösung der DDR ans Licht. Eva Siebenherz spricht von ihrem Leben! Aus ihrer Sicht und Betroffenheit. Aber sie spricht auch die hundertfache Stimme jener Frauen, die Gleiches erlebten und erlitten. Sie spricht angesichts hunderter Kinder, deren selbstverständliche familiäre Geborgenheit, ihr Urvertrauen, innerhalb weniger Stunden zerstört war. Die Mutter plötzlich aus ihrer Welt genommen! Ein Weiterleben und Aufwachsen nun in einem Gespinst von Lügen. oft ließen sich ihre zerrissenen, gemeinsamen Lebensfäden nach Jahren nicht mehr verknüpfen. Eva Siebenherz erzählt von ihrem Kampf um den Behalt ihrer späten Kinder, um die Wieder Begegnung mit ihren Erstgeborenen und dem Leben, das dazwischen stattfand. Sie erzählt es in der Sprache ihrer zernarbten Seele. Ihre Heide


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Liebe Blogleser!

 

Das Team von Psychoalex wünscht allen einen guten Rutsch in das  Jahr 2010

 

 

Ihre Heide


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Ein paar Wochen, so cirka sechs bis acht Wochen, vor meinen 14. Geburtstag mussten wir nachmittags in die Schule. Es waren Beamte der Polizei da und hatten die Anträge für die Personalausweise angenommen. Dazu brauchten wir die Geburtsurkunde. Diese hatte ich mir von meinen Eltern vergessen geben zu lassen.Was nun? Meine Eltern waren beide auf Arbeit und ich musste doch dort hin? Aber wo die Unterlagen zu finden sind wusste ich, sollte da aber nicht alleine bei gehen. Dies hatte mich auch sonst nicht wirklich interessiert, da ja keiner da war musste ich es doch. Auf meiner Geburtsurkunde stand der Vermerk drauf, dass ich an Kindesstatt angenommen wurde. Hä, was soll denn das nun heißen? Und meine Eltern nicht da. Dann bin ich erst einmal zur Schule.Der Polizist schaute mich irgendwie auch blöd an. (kann mir damals das auch eingebildet haben) Als ich dann von der Schule kam war meine Mutter auch gerade von der Arbeit nach Hause gekommen. Habe dann „gebeichtet", dass ich an den Unterlagen war, weil ich ja die Geburtsurkunde brauchte. Habe sogar dabei geweint, weil ich ja nicht dabei gehen sollte und ich mit dem auch nicht so recht klar kam, was da stand. Aber meine Eltern hatten mir keine Vorhaltungen deshalb gemacht. Kann aber auch sein, dass sie es auch mit der Geburtsurkunde vergessen hatten. Das weiß ich heute nicht mehr so genau. Meine Mutter war zunächst sehr Erschrocken. Nun musste sie mir ja erst einmal erklären was das alles zu bedeuten hatte. Mein Vater kam erst eine Zeit später von der Arbeit. Sie versprach mir, es am Abend, wenn wir wieder zurück sind alles zu erklären. Damit war ich einverstanden.Wir mussten noch in die Stadt, schließlich war meine Lieblingspuppe kaputt und musste in die Puppenklinik zur Reparatur. Die Puppe hieß Gudrun, wie die verstorbene Tochter meiner Mutter. Diese habe ich gehütet wie meinen Augapfel. Die durfte nicht kaputt sein, dass ging nun mal gar nicht. Deshalb war dieses auch ganz fest eingeplant.Dann holten wir meinen Vater auch gleich von der Arbeit ab. Er hatte sich riesig gefreut, denn dass wir ihn abholen wusste er nicht. Den Grund mit Sicherheit auch nicht. Vor dem Abendbrot erklärte mir meine Mutter dann im Beisein von meinem Vater die Sache. Ich war erst einmal Sprachlos, wusste nicht, was ich von dem allen halten sollte? Bin gleich nach dem Abendessen in mein Zimmer gegangen habe gegrübelt und geweint, ich wollte doch keine Eltern, die mich nicht wollen. Warum, warum ich? Meine Eltern schauten öfter, aber ohne Kommentar, ins Zimmer. Haben mich erst einmal alleine gelassen. Waren aber jeder Zeit für anstehende Fragen da. Als ich mich dann etwas gefangen hatte erzählte meine Mutter etwas, was sie im Rahmen der Adoption erfahren hatte. Dieses wollte ich natürlich wissen. Sie erzählte mir dann die Gründe, welche sie vom Jugendamt erfahren hatten. Diese waren folgende: Asoziales Verhalten Alkoholabhängigkeit (dieser Punkt hat sich bei meinem Vater leider bestätigt, bei meiner Mutter bisher nicht.) Inhaftierung (politisch, wurde aber erst im Rahmen der Recherchen durch meine Schwester bekannt) Meinen damaligen Namen und die Namen meiner Eltern brauchte ich nicht zu erfragen, denn die standen auf der Geburtsurkunde drauf. Sie entsprach also der ehemaligen Abstammungsurkunde. Es war natürlich erst einmal ein Schock für mich. Ich stellte mir die Frage wie kann man nur so sein. Da ich ja nie Einzelkind sein wollte trat die Frage nach vorhandenen Geschwistern neu auf. Heute weiß ich nicht mehr so genau, ob meine Eltern damals nichts sagen wollten oder konnten. Irgendwie redeten sie immer um den heißen Brei. Das heißt sie gaben mir weder ein eindeutiges ja oder nein zur Antwort. Heute vermute ich, dass sie vielleicht wussten, dass es welche gibt, mehr aber auch nicht. Um nicht noch mehr Fragen diesbezüglich zu bekommen sind sie diesem Thema dann mehr oder weniger gerne aus dem Wege gegangen. Da die Ehe meiner Eltern weiterhin Kinderlos blieb, entschlossen sie sich zur Adoption eines Kindes. Das war ich dann. Ihre Erklärungen reichten mir damals aus und es lief das normale gute Familienleben weiter. Die Enttäuschung, dass meine Eltern in diesen Punkt nicht ganz offen waren habe ich recht schnell Überwunden. Ich hatte ja schließlich liebe Eltern und außerdem hatte ich volles Vertrauen zu ihnen aufgebaut. Heute weiß ich, dass man als Adoptiveltern von der Herkunft des Kindes sehr wenig erfährt. Aber wie soll man dann auf Fragen des Kindes antworten können? Es dient dem Schutz aller beteiligten des Adoptionsdreieckes, was ich in einer Hinsicht verstehe. In meinen Augen entspricht es aber nicht dem Recht auf Auskunft über die eigene Herkunft des Kindes. Mit der Variante einer halboffenen, Kontakt über das Jugendamt, Adoption könnte ich zum Beispiel leben. Ihre Heide



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EIN ARBEITSMODELL VOM SELBSTSELBSTEINSCHÄTZUNG

Unbedingte positive Wertschätzung nach Carl Rogers
Dadurch soll dem Kind vermittelt werden, dass es schlichtweg aufgrund seiner Existenz geliebt wird. An diese Form der Wertschätzung ist folglich keine Bedingung geknüpft. Der Begriff der „unbedingten positiven Wertschätzung“ basiert auf folgenden Überlegungen:
•    Positive Wertschätzung vermittelt dem Kind das Gefühl, geliebt und wertvoll zu sein.
•    Geliebte Kinder befürchten nicht negative Bewertungen oder Fehler. Das Kind kann sich neuen Zielen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zuwenden.
•    Bedingungslose Liebe und Wertschätzung stellen einen Schutzfaktor für das Kind da.
Natürlich ist es für das Kind auch wichtig, von seinen Erziehern und Eltern ebenso angemessenes Feedback über die eigenen Schwächen zu erhalten. Dies sollte sich jedoch auf eine ganz bestimmte Leistung oder ein ganz bestimmtes Verhalten beziehen, nicht auf das Kind an sich. Bei der bedingten positiven Wertschätzung wird das Kind für eine bestimmte Erwartung belohnt und es fühlt sich nur solange wertvoll, wie es diese Erwartung erfüllt. Die Folge davon ist, daß das Kind nur noch Dinge tut, die für andere „akzeptabel“ sind und zögert, sich neuen Wagnissen zu stellen, um eine mögliche Zurückweisung nicht erleben zu müssen. Den Grad an Akzeptanz, welcher dem Kind mit der unbedingten positiven Wertschätzung vermittelt wird, benötigt es von mindestens einer Person zu jedem Zeitpunkt im Leben.

SELBSTEINSCHÄTZUNG/ FÖRDERUNG POSITIVER SELBSTEINSCHÄTZUNG

Pädagogische Maßnahmen zur Förderung von positiver Selbsteinschätzung beim Kind
•    Das Kind bedingungslos wertschätzen. •    Dem Kind zu Erfolgen verhelfen und dabei produktives Feedback geben. •    Das Kind zur Selbständigkeit erziehen.
•    Dem Kind helfen, soziale Fertigkeiten zu entwickeln.
•    Das Kind ermutigen, positiv zu denken.
•    Dem Kind Bedürfnisaufschub lehren.
•    Dem Kind ein positives Modell darstellen. 

SELBSTEINSCHÄTZUNG

Bis zum achten Lebensjahr entwickeln Kinder Kompetenz zur Selbsteinschätzung in fünf wichtigen Bereichen:
•    Physische Erscheinung
•    Soziale Akzeptanz
•    Schulische Kompetenz
•    Sportliche und künstlerische
•    Fähigkeiten Verhaltensführung
Grundlegende Formen der Selbsteinschätzung bilden sich in der frühen Kindheit. Sie basieren auf eigenen Erwartungen sowie der eigenen Meinung, wie uns andere Menschen bewerten. Erzieher, Eltern und Gleichaltrige vermitteln starke Erwartungen und Bewertungen, welche die Entwicklung der Selbstwirksamkeit stark beeinflussen können. Bestimmte Aspekte der Selbsteinschätzung sind demnach abhängig von sozialen Standards und Zielsetzungen der Gruppe, in welcher sich das Kind befindet. 

PÄDAGOGISCHE ANREGUNGEN

Ein resilienter Ansatz im Umgang mit
•    mit Märchen, Geschichten und Liedern
•    mit Wettbewerb, Fehlern und Versagen sowie
•    mit Verlusten und Krisen

PÄDAGOGISCHE MAßNAHMEN

Die Erzieherin sollte dem Kind helfen,
•    eigene Begabungen und Fertigkeiten, Interessen und Hobbies sowie soziale Fertigkeiten zu entwickeln und sich auch an anderen Kindern und Erwachsenen zu orientieren;
•    Verantwortung zu übernehmen, d.h. sich zum aktiven Problemlöser zu entwickeln und für sich selbst die Verantwortung zu übernehmen,
•    Bewältigungsmechanismen, d.h. emotions- und problemzentrierte Bewältigungsstile zu entwickeln,
•    Ziele zu setzen und zu erreichen,
•    eine bedeutungsvolle Lebensphilosophie zu vermitteln,
•    eine Einstellung zum Bestmöglichen zu entwickeln,
•    effektiv mit Veränderungen umzugehen,
•    und schließlich sollte die Erzieherin dem Kind Erziehung, Struktur und ein gutes Rollenmodell bieten.
Michael Rutter (1997) hat in seinem Vortrag auf der VII. EECERA- Konferenz in München die folgenden Aspekte früher Interventionsmaßnahmen zusammengefasst:
•    Es gibt deutliche Evidenz dafür, dass frühe Interventionsmaßnahmen erfolgreich sind
•    Kontinuierliche Interventionsmaßnahmen sind insbesondere bei langfristigen Zielsetzungen erforderlich
•    Multimodale Interventionsformen sind wünschenswert: Ansatz an vielen verschiedenen Einzelstellen gleichzeitig
•    Interventionsmaßnahmen sollten die relevanten Risiko- oder Schutzfaktoren fokussieren
•    Bei einer effektiven Intervention wird es notwendig sein, positive soziale Verhaltensweisen zu fördern und gleichzeitig deviante Verhaltensweisen zu minimieren
•    Interventionen sind besonders effektiv, wenn die Familien deutlich den Nutzen bzw. die Erfolge erkennen können
•    Es ist wünschenswert, wenn Interventionsmaßnahmen in Institutionen (z.B. Schule) integriert werden können Quelle: Wassilios E. Fthenakis, Folientexte zu einem Vortrag in Bremen 2001


Ihre Heide


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ChARAKTERISTIKA RESILIENTER KINDER

1.    Interne Kontrollüberzeugung Resiliente Kinder entwickeln die Fähigkeit zur Selbstkontrolle, die Akzeptanz der Verantwortung eigener Entscheidungen und deren Konsequenzen. Kinder mit interner Kontrollüberzeugung erwarten von andern Kindern (bzw. Erwachsenen) keine Hilfe bei Dingen, die sie selbst erledigen können. Sie übernehmen selbst die Verantwortung und sind damit unabhängig und proaktiv in ihrer Suche nach Problemlösungen.
2.    Herausforderung Resiliente Kinder betrachten das Leben als eine Herausforderung. Sie sind in der Lage die positiven Aspekte von Veränderungen zu erkennen und die negativen Aspekte der Situation zu minimieren. Sie verfügen über eine generelle positive Lebenseinstellung und sind in der Lage, (a) Unglücken und Brüchen im Lebenslauf ihren Schrecken zu nehmen sowie (b) Nutzen aus diesen Veränderungen zu ziehen. Dies setzt voraus, dass das Kind über eine flexible Denkweise verfügt sowie über die Fähigkeit, eine Situation aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und unterschiedliche Problemlösungen abzuleiten.
3.    Verpflichtungsgefühl Damit ist die Fähigkeit gemeint, Bedeutung und Wert im eigenen Tun zu suchen bzw. einen Grund oder einen Zweck und Sinn in der eigenen Existenz zu sehen. Diese Fähigkeit führt das Individuum in der Regel dazu, Verpflichtungen einzugehen. Durch Verpflichtungen setzten wir uns Ziele und strengen uns an, diese zu erreichen. Verpflichtungen in diesem Sinne haben eine Stressreduzierende und Leistungsmotivierende Wirkung. In schwierigen Zeiten kann dann eine zielorientierte Perspektive die Person zum Durchhalten motivieren.

STÄRKUNG VON RESILIENZ

Basiskompetenzen, die Kinder brauchen, um besonderen Anforderungen gewachsen zu sein und sich zu „gesunden“ und kompetenten Erwachsenen zu entwickeln:
•    positives Selbstkonzept
•    Kontrollerwartung und ein Gefühl der Selbstwirksamkeit
•    Fähigkeit zur Selbstregulation
•    Anpassungsfähigkeit im Umgang mit Belastungen oder übermäßigen Reizen (einschließlich der Fähigkeit, sich innerlich zu distanzieren)
•    Fähigkeit, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen
•    Regelbewusstsein - Fähigkeit zu konstruktivem Denken (auch bei widrigen Umständen)
•    Fähigkeit, sich zu entscheiden und zu organisieren (Selbstmanagement)
•    Fähigkeit, sich in verschiedenen kulturellen und sozialen Umwelten zu bewegen und mit unterschiedlichen Rollenerwartungen konstruktiv umzugehen
•    Fähigkeit, Konflikte gewaltlos zu bewältigen
•    Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen
•    Kreativität und Explorationslust
•    sachbezogenes Engagement und intrinsische Motivation


WAS HILFT DEM EINZELNEN, DEN PRAKTISCHEN ALLTAG ZU BEWÄLTIGEN UND SEINE POSITION IN DER KÜNFTIGEN WISSENSGESELLSCHAFT ZU FINDEN?


•    Erforderliche Kompetenzen nach der Delphi-Studie
•    Zeitgemäße Konzeption von Bildungsqualität in Tageseinrichtungen
•    Selbstbildnis, Selbstbewusstsein, Selbstmanagement: Wahrnehmung und Berücksichtigung eigener Stärken und Schwächen, Neugier und Nutzung von Freiheit.
•    Offenheit und Bildungsfähigkeit in persönlichen Beziehungen, Kommunikationsfähigkeit und Aufbau bzw. Nutzung sozialer Netze: Freundschaft, Nachbarschaft.
•    Grundlegende Kulturtechniken, zu denen neben den in der Grundschule zu erwerbenden Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen zunehmend die persönliche Ausdrucksfähigkeit und Fremdsprachen ebenso gehören wie der Umgang mit neuen Informations- und Kommunikationsmedien. 


AUFGABEN DER TAGESEINRICHTUNGEN FÜR KINDER IN SCHWEDEN

•    Kinder zur aktiven Teilnahme an Veränderungen in der Gesellschaft ermuntern
•    Das Selbstwertgefühl und die soziale und kulturelle Identität stärken
•    Raum schaffen für Aktivitäten, in denen Kindereinen Sinn sehen
•    das Spiel der Kinder stimulieren und unterstützen
•    Kindern Zukunftsglauben vermitteln
•    Ihnen Erfahrungen ermöglichen, die sie erkennen lassen, daß es Handlungsalternativen gibt
•    Kindern helfen, Engagement und Verantwortungsgefühl zu entwickeln, um für sich und andere bessere Lebensbedingungen zu schaffen
•    Die Lernfähigkeit und die soziale, emotionale, psychomotorische, linguistische und interkulturelle Entwicklung der Kinder unterstützen und stimulieren
•    Die kreativen Fähigkeiten entwickeln und fördern Eine gute und sichere Betreuung für die Kinder gewährleisten

PÄDAGOGISCHE MASSNAHMEN

Die Erzieherin sollte dem Kind helfen,
1.    spezifische Fertigkeiten zu entwickeln,
2.    Interessen und Hobbys zu entwickeln,
3.    Soziale Fertigkeiten zu entwickeln und sich auch an anderen zu orientieren,
4.    Verantwortung zu übernehmen,
5.    Bewältigungsmechanismen zu entwickeln
6.    sich Ziele zu setzen und zu erreichen
7.    eine Einstellung des Bestmöglichen zu entwickeln
8.    effektiv mit Veränderungen umzugehen
9.    eine bedeutungsvolle Philosophie zu entwickeln
10.    und schließlich sollte sie dem Kind Erziehung, Struktur und ein gutes Beispiel bieten.

SCHWERPUNKTE PÄDAGOGISCHER BILDUNGSPROZESSE

•    Förderung positive Selbsteinschätzung
•    Förderung der kindlichen Selbstregulation
•    Bewältigungsstile: Der Einfluss von Entspannung, Ernährung und Sport
•    Bewältigungsstile: Konstruktives Denken
•    Bewältigungsstile: Entscheidungsfindung und Problemlösestrategien
•    Förderung von Resilienz durch Erziehungsmaßnahmen
•    Vermittlung resilienter Werte und Einstellungen mittels Geschichten


Quelle: Wassilios E. Fthenakis, Folientexte zu einem Vortrag in Bremen 2001 Ihre Heide


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Resilienz ist die Fähigkeit, mit Problemen und Traumata umzugehen und sie zu bewältigen. Die Resilienzforschung gibt wertvolle Hinweise darauf, wie die Resilienz traumatisierter, geschädigter und belasteter Kinder gestärkt werden kann. Mit anderen Worten: wie erzieherische Arbeit im Allgemeinen, die Pflege in Pflegefamilien im Besonderen therapeutisch wirken kann. Prof. Fthenakis hat in einem Folienvortrag (der Text enthält die Folientexte) die Grundzüge der Resilienzforschung dargestellt. Unter Resilienz versteht man die Fähigkeit(en) von Individuen oder Systemen (z.B. Familie), erfolgreich mit belastenden Situationen (z.B. Misserfolgen, Unglücken, Notsituationen, traumatischen Erfahrungen, Risikosituationen u.ä.) umzugehen.
Resilienz muss nicht alle Verhaltens- und Erlebensbereiche eines Kindes betreffen. Ein Kind kann z.B. hervorragende Leistungen in der Schule vorweisen, jedoch starke Schwierigkeiten und Defizite in seiner sozialen Entwicklung aufweisen. Dieser Punkt betrifft auch Faktoren der Umwelt. Eine hohe Erwartungshaltung der Eltern und deren Strukturvorgaben können den Schulerfolg des Kindes beeinflussen und diesem eventuell als Schutzfaktor dienen. Dagegen wird die Wärme und die emotionale Unterstützung, welche die Eltern ihrem Kind zukommen lassen, stärker Einfluss nehmen auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen (z.B. Hilfeverhalten, Perspektivenübernahme u.ä.). Resilienz sollte stets im Kontext mindestens dreier übergeordneter Bereiche beachtet werden:


•    (a) biologische (z.B. Temperament)
•    (b) psychologische (z.B. intellektuelle Fähigkeiten des Kindes) und
•    (c) soziokulturelle Faktoren (z.B. sozioökonomischer Status; gängige Erziehungsvorstellungen; Wohnverhältnisse u. ä..)


Kinder verfügen über ein unterschiedliches Ausmaß an Risiko und Schutzfaktoren in verschiedenen Kontexten und zu verschiedenen Zeitpunkten in ihrem Entwicklungsverlauf. So sind z.B. Säuglinge den Handlungen ihrer Umwelt in besonders verletzlicher Weise ausgesetzt, in selbem Maße jedoch auch besonders zugänglich für die kontingenten Handlungen einer responsiven Bezugsperson, woraus sich beispielsweise eine sichere Bindung als Schutzfaktor entwickeln kann.
Es gibt geschlechtsspezifische Unterschiede. Insgesamt erweisen sich Mädchen resilienter als Jungen. Resiliente Mädchen wie Jungen zeigen androgyne Verhaltensund Persönlichkeitsmerkmale.


SCHWERPUNKTE DER RESILIENZFORSCHUNG


1.    Individuelle Merkmale des Kindes z. B. Intellektuelle Fähigkeiten, Temperament etc.
2.    Familiale Faktoren Familienformen Partnerschaftsqualität Qualität der Bindung Erziehungsqualität (Erziehungsstile; Eltern-Kind- Interaktion)) Psychopathologie der Eltern Substanzmissbrauch Gewalt in der Familie Missbrauch und Vernachlässigung des Kindes
3.    Soziale Faktoren Armut Sozioökonomischer Status Deprivation Soziale Unterstützungssysteme Ausserfamiliale Betreuung des Kindes - Pädagogische Qualität


RESILIENZMODELLE


1.    Kompensatorische Modelle
2.    Schutz- vs. Risikofaktoren-Modelle
3.    Modelle der Herausforderung
4.    Kumulative oder additive Modelle


FAKTOREN, DIE EINEN ERFOLGREICHEN UMGANG MIT AVERSIVEN REIZEN BEDINGEN


Der Erfolg im Umgang mit aversiven Ereignissen gründet auf verschiedenen Fähigkeiten, wie z.B.:
1.    Erkennen und strukturieren der Problemsituation;
2.    Handhabung der (eigenen wie fremden) zur Verfügung stehenden Ressourcen sowie;
3.    einer (aus (1) und (2) resultierenden) erfolgreichen Anpassung oder eines erfolgreichen Umgangs mit derartigen Situationen;
4.    darüber hinaus ist unter Resilienz der erfolgreiche Erholungsprozess von belastenden Situationen zu verstehen.


  Quelle: Wassilios E. Fthenakis, Folientexte zu einem Vortrag in Bremen 2001

 

Teil 2 folgt bald.


Ihre Heide


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Meine Erinnerungen an einen Krankenhausaufenthalt.

In meinen ersten Winterferien musste ich mal wieder ins Krankenhaus. Hatte immer öfter unklare, starke Bauchschmerzen, so dass meine Mutter so manche Nacht bei mir am Bett verbrachte. Da musste ich dann etwas über eine Woche bleiben. Besuchen durften die Eltern damals in der Kinderklinik offiziell nicht. Sie waren aber jeden Tag da und haben sich nach mir erkundigt. Die Schwestern sagten zu mir: „Schau mal aus dem Fenster". Von da aus konnte ich sie sehen. Sie gingen draußen spazieren und ich habe ihnen fleißig gewunken. Meine Eltern natürlich auch. Habe jeden Tag auf diesen Satz gewartet, denn ich hatte es mitbekommen, dass sie täglich da waren. Während der Zeit im Krankenhaus hatte ich keine Schmerzen, wurde dann auch entlassen. Vom Grund her fühlte ich mich da doch recht wohl. Hatte mich mit den anderen Kindern, wir waren sechs oder acht Kinder, angefreundet. So weit ich mich erinnern kann, waren die Schwestern auch immer sehr lieb und nett zu uns. Da ich die ersten zwei Tage nichts essen durfte, war ich in einem Zweibettzimmer untergebracht. Um da hin zu kommen, musste man durch das große Zimmer durch. Es war ein Junge und hatte eine schwere Operation hinter sich. Er hatte sich bei einem Unfall eine schwere Bauchverletzung, Leber oder Milz, zugezogen. Aufgrund von Schmerzen weinte er viel und ich aus Solidarität mit. Ein weiterer Grund war die Einweisung ins Krankenhaus und die Trennung von meinen Eltern. Es kann sein, dass dieses schlechte Erfahrungen, welche im Unterbewusstsein vorhanden waren, aufleben ließen. Zu allem Überfluss hatte ich die Tür im Rücken, das mag ich bis heute überhaupt nicht. Die Schwestern mussten dann sein Bett beziehen und legten ihn so lange zu mir mit rein. Da waren wir mit einem mal ganz ruhig und freuten uns, dass wir uns mal sehen konnten. Ich war auch ganz lieb und habe mich kaum gewagt zu bewegen, wollte ihm ja keine Schmerzen zu fügen. Er wollte, eines Tages wieder zu dem kleinen Mädchen, die so lieb war und nicht so oft geschrieen habe. Das Kind, was nach mir da rein kam, hat wirklich fast die ganze Zeit geweint. Er äußerte öfter den Wunsch mich „besuchen" zu wollen. Nichts einfacher als das. Die Schwestern brachten ihn dann zu mir und wir konnten schon ein wenig miteinander spielen, denn es ging ihm deutlich besser. Aber immer schön vorsichtig, dass er sich nicht stößt und keine Schmerzen bekam. Die letzten drei Tage meines Aufenthaltes war entweder ich bei ihm oder er bei mir. Den letzten Nachmittag meines Krankenhausbesuches, hatten wir dann die Möglichkeit im Spielzimmer der Station zu sein. Zwar nur kurz, weil er noch nicht so lange aus dem Bett durfte, aber wir freuten uns. Eine Schwester blieb auch im Spielzimmer, denn die „großen" waren auch nicht immer gerade die artigsten. Je mehr ich heute darüber nachdenke, umso öfter werde ich den Gedanken nicht los, ob es mein Bruder Paul vielleicht gewesen ist? Es war auffallend, dass die Schwestern gerade uns immer wieder zusammenbrachten. Im Krankenhaus könnte es, durch meine häufigen Aufenthalte durchaus sein, dass dem Personal mein alter Name bekannt war. Meine leibliche Mutter wohnte zu dieser Zeit auch im Einzugsbereich des Krankenhauses. Heute weiß ich, dass mein Bruder Paul einen schweren Unfall hatte und zeitlich könnte es durchaus auch passen. Wenn es an dem war, muss es für die Schwestern eine schwere Situation gewesen sein zu wissen, dass es Geschwister sind, es aber nicht sagen zu dürfen. So war es aber mal möglich, die Geschwister ohne ihr Wissen, wenigstens für kurze Zeit zusammen zu führen. Keine schlechte Idee, die sie da hatten. Nach meinen Erinnerungen, war es auch eine der älteren Kinderkrankenschwestern, die uns das erste Mal zusammengeführt hat. Am ersten oder zweiten Tag nach der Entlassung ging es wieder mit den Schmerzen los, so dass ich sogar wieder ins Krankenhaus wollte. Meine Mutter hatte sich mit dem Krankenhaus in Verbindung gesetzt und wenn kein Fieber ist, sollte sie dann mit mir nächsten Tag zur Hausärztin. Diese erklärte dann die Diagnose meiner Mutter. Es waren Nabelkoliken, welche in der Regel eine psychische Ursache haben. Es war wohl der Schulanfang und dann aktuell die Umstellung Krankenhaus wieder nach Hause. Sie verordnete Tropfen, welche ich bei den ersten Symptomen nehmen sollte. Diese haben total schlecht geschmeckt, aber hatten geholfen. Deshalb nahm ich die denn auch „freiwillig", wenn Schmerzen auftraten. Diese waren immer sehr schlimm. Das war auch das einzige und letzte Mal im Krankenhaus, an das ich mich als Kind erinnern kann. Aus diesem Krankenhausaufenthalt stammte mein späterer Berufswunsch. Von diesem Zeitpunkt an wollte ich Kinder- oder Krankenschwester werden.

Ihre Heide


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Liebe Blogleser


Initiativen
 
Unzählige Menschen engagieren sich in gesellschaftlichen und sozialen Bereichen. Alle privaten Initiativen, aber auch Vereine sind froh über jede helfende Hand. Ein Grund ist die häufig enge Finanzlage.
Wer in der Gesellschaft etwas bewegen möchte, kann nicht zwingend mit finanzieller Unterstützung von formeller Seite rechnen. Eigeninitiative ist gefragt. Ein Beispiel ist der Suchpool für DDR Bürger. In dem Internetportal haben Menschen die in der DDR sozialisiert wurden, die Möglichkeit nach vermissten Angehörigen, Kollegen, Schulfreunden suchen zu lassen. Nach einem Jahr der Existenz des Suchpools sind bereits annähernd 2000 Suchanzeigen eingegangen. Die Bewältigung dieser Flut wäre ohne ehrenamtliche Mitarbeiterinnen nicht denkbar. So kommt auch der Suchpool nicht ohne das ehrenamtliche Engagement von mittlerweile zwölf Mitarbeitern aus. Jeder bringt seine eigenen Kompetenzen in die unterstützende Tätigkeit ein und trägt dazu bei, dass die Initiative am Leben erhalten wird. Es finden sich sicher auch in Ihrer Nähe Projekte, die sich über Unterstützung freuen!

 

Ihre Heide

 


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Liebe Blogleser!

 

Ich wünsche allen Lesern und Gästen ein friedliches  und besinnliches Weihnachtsfest.

 

Im Namen des Teams von Psycho- Alex

 

 

Ihre Heide


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Liebe Blogleser!

 

Ich habe vor kurzem eine neue Homepage zum Thema Säuglingsheimkinder und Deprivatisierung gefunden bzw. durch ein anderes Forum aufmerksam gemacht. Ier der Link dazu  http://www.saeuglingsheim-archiv.de/

Herr Dr. Carlo Burschel hatte für meine eigene Homepage  http://www.zwangsadoptierte-ddr.de/ einige Texte und vor allem auch die Bilder  für die Bildergalerie zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich bei ihm noch einmal recht herzlich bedanken.

Auch hier in dieser Hompage sind viele Fotos aus Säuglingsheimen zu sehen. Ich find diese Bilder zum Teil sehr erschütternd. In einer Hinsicht freue ich mich, dass ich meine Heimzeit nicht bewußt erlebt habe.

Wer weiß, was eine Hypnose so ans Tageslicht bringen würde.

Na, Mal lieber nicht weiter drüber nachdenken.

 

Ihre Heide


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