Affekte Störungen
Psychische Erkrankungen, bei denen krankhafte Veränderungen der Stimmung im Vordergrund stehen. Bei gesenkter Stimmung spricht man von Depression, bei gehobener Stimmung von Manie.
Affektive Störungen können verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise können Depressionen organisch, psychogen oder endogen bedingt sein. Ist eine affektive Störung endogen bedingt, spricht man auch von affektiver Psychose.
Affektive Psychose Affektive Psychose (Zyklothymie, bipolare Psychose, manisch-depressive Krankheit): Endogene Psychose mit phasenweiser depressiver (melancholischer) oder manischer Verstimmung des Kranken. Die Phasen können rezidivieren, heilen aber in der Regel folgenlos aus. Häufigkeit ca. 0,5 - 1 %, familiär gehäuft auftretend. Bei den affektiven Psychosen werden unterschieden:
• Monopolare Verläufe mit ausschließlich depressiven Phasen (2/3 der Fälle) • Bipolare Verläufe mit einem Wechsel von depressiven und manischen Phasen (1/3 der Fälle) • Monopolare Verläufe mit ausschließlich manischen Phasen (sehr selten).
Depression
Depression: Affektive Störung mit krankhaft niedergedrückter Stimmung des Kranken, die mit einer Vielzahl psychischer, psychosozialer und körperlicher Symptome einhergehen kann. Sehr häufige Störung: Schätzungsweise 15 % aller Menschen leiden (mindestens) einmal im Leben an einer behandlungsbedürftigen Depression.
Jeder Mensch erlebt neben Zeiten der Freude auch Zeiten der Traurigkeit. Stimmungsschwankungen gehören zum Leben. Depressionen sind nicht nur durch besondere Schwere und Dauer von Trauer und Niedergeschlagenheit gekennzeichnet, sie sind auch qualitativ anders als die „normale” Traurigkeit. Sie verändern den Menschen und können von ihm alleine oft nicht bewältigt werden.
Quelle, Pflege Heute 2. Ausgabe
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