Liebe Blogleser!
Kurz zu meiner Geschichte. Ich wurde 1958 geboren und wurde 1963 Adoptiert. Ich verbrachte meine jüngste Kindheit von 1958- 1962 in zwei verschiedenen Kinderheimen.
Laut meinem jetzigen Kenntnisstand besteht der dringende Verdacht einer Zwangsadoption. Außerdem vermute ich, dass ich ein Achtmonatskind bin. Gerade in diesen Jahren waren die Heimbedingungen sehr schlecht. Die Erzieherinnen hatten damals nicht immer die nötige Ausbildung und auch viel zu viele Kinder zu betreuen. Das ist der Grund, warum gerade aus diesen Jahrgängen, heute noch sehr viele unter der Deprivatisierung oder auch Hospitalismus leiden. Leider scheint es auch einigen Ärzten nicht so Recht aufzufallen. Ich glaube auch nicht, dass meine Adoptiveltern darüber Bescheid wussten.
Es ist kaum vorstellbar, was damals mit den Kindern geschah. Ausgerechnet auch noch mit Problemkindern, wie zum Beispiel die Frühchen. Diese brauchen am meisten die sozialen Kontakte. Sie leiden besonders an dem verloren gegangenem, die anderen Säuglinge auch, Urvertrauen.
Auffällige Kinder wurden dann fixiert, damit sie ruhig wurden. Im Bettchen und auch an der so genannten Topfbank.
Bilder dazu finden Sie in meiner Homepage http://www.zwangsadoptierte-ddr.de/heimkinder/13-ergreifende-bilder. Eine Bildergallerie ist in Planung.
Meine Heimzeit war für mich schon zu lange, so dass meine Adoptiveltern es nicht geschafft haben alle Symptome zu beseitigen. Sie haben alles in ihren Kräften liegende getan, um mir eine glückliche Kinder- und Jugendzeit hatte. Aber die Schäden durch die Heimzeit sind geblieben, auch wenn relativ gering. Den damaligen Entwicklungsrückstand von ca. zwei bis drei Jahren konnte ich mit Hilfe meiner Adoptiveltern recht schnell aufholen.
Bei mir sind vor allem die nervösen Einschlafstörungen geblieben. Um etwas Näheres noch zu Erfahren, kann gerne in meiner Hompage http://www.zwangsadoptierte-ddr.de/ im Heimkinderteil nachlesen. Meine eigene Geschichte steht dann im Teil Zwangsadoptionen.
Ihre Heide