Depressionen

Depressionen – fast schon eine Volkskrankheit.

Früher waren Menschen mal traurig und niedergeschlagen oder hatten einfach einen schlechten Tag. Doch die Zeiten haben sich geändert. Immer mehr Druck lastet auf den Schultern jedes einzelnen. Wir tragen Verantwortung im Job, für die Familie, den Haushalt und die Gesellschaft erwartet ganz nebenbei von, dass wir stets gut gelaunt, top gestylt und voller Energie unseren Alltag meistern. Doch der Alltag ist unruhig – voller Stress, Lärm und Hektik. Täglich hört man von Scheidungen und Arbeitslosigkeit. Die Planbarkeit einer sicheren Zukunft schwindet und mit ihr das sichere Fundament, dass uns Halt bieten sollte in dieser schnelllebigen Zeit. Und gerade in einer Wohlstandsgesellschaft wie unserer führen diese Belastungen bei vielen Menschen zu Depressionen. Mittlerweile sind nicht nur wenige Einzelfälle davon betroffen, sondern Millionen Bundesbürger hatten schon mal eine depressive Phase oder haben sie noch. Depressionen sind damit die häufigste auftretende psychische Erkrankung. Die Betroffenen stammen aus allen Alterklassen und Schichten. Und das eine Depression nichts ist, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte, zeigt die erschreckend hohe Anzahl von Todesfällen: ca. 10-15% der Patienten begehen letzen Endes Selbstmord.

Was genau sind Depression und wo liegt ihre Ursache?

Das Wort Depression leitet sich aus dem lateinischen „deprimere“ für „niederdrücken“ ab. Damit beschreibt es genau den Zustand der Betroffenen. Sie sind lustlos, traurig, niedergeschlagen und in schlimmen Fällen nicht mehr in der Lage den Alltag zu meistern. Weitere Symptome sind unter anderem der Verlust von der Fähigkeit zu jeglicher Emotion (Gleichgültigkeit), Schlafstörungen, innere Unruhe sowie völlige Appetit- und Antriebslosigkeit. Bei Frauen können Depressionen eher zu Mutlosigkeit und Grübeleien führen, Männer neigen zu aggressiven Verhalten, die Kernsymptome sind jedoch bei beiden Geschlechtern gleich. Statistiken zufolge sind Frauen allerdings doppelt so oft betroffen wie Männer.
Die Ursachen, die zu einer Depression führen können, sind nicht vollständig geklärt. Es kommen mehrere Faktoren als auslösende Elemente in Betracht. Biologische und genetische Faktoren, sprich Veranlagung können ein Grund sein. Aber auch entwicklungsgeschichtliche Erlebnisse wie z.B. Missbrauch in der Kindheit oder Liebensentzug können zu dieser psychischen Störung führen. Die aktuelle Lebenssituation (z.B. durch Stress, ungesunden Lebenswandel) oder körperliche Erkrankungen sind mögliche auslösende Faktoren. Es gibt eine noch undefinierte Vielzahl von Ursachen. Moderne Studien zeigen jedoch, dass es vermutlich keine rein genetisch bedingten Erkrankungsformen gibt, sondern immer auch soziale und Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Jede Depression ist anders, von daher ist sehr wichtig von Fall zu Fall zuklären wo die Hauptursachen liegen könnten und welche Behandlungsmethoden von Nöten sind.

Depressionen – und jetzt?

Eine Depression hat man nicht gleich wenn man mal ein paar Tage traurig ist. Negative Gefühle sind völlig normal und mit oft ganz einfachen Mitteln kann man etwas dagegen tun. Sport treiben, gesunde Ernährung, Meditations- und Entspannungsübungen und Ausflüge in die Natur können unsere Stimmung heben. Hält die psychische Verstimmung übermäßig lange an oder zeigen sich die oben genannten Symptome, sollte man hellhörig werden.
Sollte man dann das Gefühl haben, depressiv zu sein, es ist wichtig, dass man dringend einen Arzt aufsucht. Ein Besuch beim Hausarzt reicht zunächst. Er ist dem Patienten vertraut und deshalb ist er oft die erste Anlaufstelle. Der Hausarzt sollte sie an einen Spezialisten wie z.B. einen Psychiater, Psychologen oder ggf. auch Neurologen überweisen. Es gibt verschiedenste Wege aus der Depression, die je nach Grad und Verlauf mit oder ohne medikamentöse Behandlung funktionieren. Manchmal reichen Gespräche mit erfahrenen Therapeuten oder einfache Entspannungstechniken, oft werden aber auch Medikamente wie Stimmungsaufheller und Schlafmittel eingesetzt, um überhaupt erst eine Basis für andere Therapieformen zu schaffen. Der behandelnde Arzt wird die richtige Therapie-Methode für die Betroffenen herausfinden. Bei einer Depression sollte man sich rechtzeitig in Behandlung begeben und Hilfe suchen, damit die Ausprägung nicht zu stark wird oder seelische und körperliche Folgeerkrankungen entstehen.
Wichtig ist das die Erkrankten sich von ihrem Umfeld nicht allein gelassen und unverstanden fühlen. Familie und Freunde sollten versuchen, auch wenn teilweise eine sehr schwere Aufgabe sein kann, eine Stütze zu sein. Auch Geduld ist ein wichtiges Schlagwort. Eine depressive Störung kann unter Umständen Jahre dauern, in einigen Fällen werden die Patienten nie wieder ganz gesund. Die Devise lautet: Niemals aufgeben und nicht Mut und Hoffnung verlieren!

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