Seroquel

Dosierung von Seroquel: 25mg, 100mg, 200mg, 300mg ( ohne Gewähr )

Wirkstoff: Quetiapin

TablettenWenn das seelische Gleichgewicht aus den Fugen gerät, die Welt ringsherum nur noch trist und grau erscheint. Wenn Alpträume zur Qual werden, Ängste und Panik überhand nehmen und den Betroffenen alles über den Kopf steigt, dann ist es an der Zeit psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Neurologen, Psychiater aber auch Psychologen können durch intensive Gespräche mit den Patienten, den Ursachen für die seelischen / psychischen Störungen auf den Grund kommen. Wenn diese erkannt wurden, kann eine gezielte Behandlung in Angriff genommen werden. Diese therapeutischen Maßnahmen sind mit medikamentöser Behandlung gekoppelt. In vielen Fällen kommen Psychopharmaka, Neurolytika, Antipsychotika, Psycholeptika oder Neuroleptika zum Einsatz. Es gibt sowohl sedierende (beruhigende) als auch antriebssteigernde Neuroleptika.

Seroquel ist ein atypisches Neuroleptikum und ist als 25 mg, 100 mg, 200 mg oder 300 mg Filmtablette erhältlich. Es enthält den Wirkstoff Quetiapin und gehört zu den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.

Patienten welche unter nachfolgenden Erkrankungen / Symptomen leiden, wird Seroquel oft verschrieben:

  • bipolaren Manien
  • Stimmungsschwankungen
  • Suchtproblemen
  • Denk- und Empfindungsstörungen
  • Sozialphobien
  • Transsexualität
  • Pseudohalluzinationen
  • Schizophrenie
  • Manisch depressiven Episoden
  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Angststörungen
  • Psychische Labilität
  • u.a. psychischen Erkrankungen

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind von Fall zu Fall verschieden und daher ist stets im Vorfeld mit dem behandelten Arzt abzuklären, ob es sinnvoll ist Seroquel einzunehmen, wenn bereits andere Medikamente genommen werden müssen, welche sich mit dem Wirkstoff Quetiapin nicht vertragen.
Ein erhöhtes Risiko besteht sowohl für Herz-, Kreislaufpatienten, Tumor- / Krebspatienten als auch für Suchterkrankte. Schwangerschaften sollten ebenso dem Arzt mitgeteilt werden als auch die Tatsache, dass gestillt wird. Da bisher noch kein Nachweis darüber erbracht wurde, ob Seroquel mit der Muttermilch ausgeschieden wird, sollte nach Möglichkeit während der Einnahme des Arzneimittels nicht gestillt werden oder aber auf ein anderes Beruhigungsmittel zurückgegriffen werden.
Die Einnahme von Seroquel in Verbindung mit Alkohol oder Drogen ist in keinster Weise zulässig, weil dies ernsthafte Folgen auf den allgemeinen Gesundheitszustand hat und in sehr akuten Fällen zum Tode führen könnte.
Das Medikament Seroquel sollte stets mit Wasser eingenommen werden, niemals jedoch mit Crapefruitsaft oder anderen citrushaltigen Getränken, Alkohol oder Kaffee.

Nebenwirkungen von Seroquel

Nebenwirkungen oder unangenehme Begleiterscheinungen sind niemals ganz auszuschließen. Einige von ihnen sind gar nur von relativer kurzer Dauer, bis der Körper sich auf den Wirkstoff im Medikament eingestellt hat.

Allgemein verzeichnete Nebenwirkungen des atypischen Neuroleptikum Seroquel (Quetiapin) sind auf dem Beipackzettel festgehalten. Nachfolgend werden nur einige von ihnen aufgeführt, die möglicherweise auftreten können, jedoch nicht auftreten müssen:

  • Vermehrung bestimmter Leberenzyme im Blut
  • allgemeine Leberfunktionsstörungen
  • Blutdruckabfall mit Schwindelanfällen
  • Mundtrockenheit
  • Verdauungsstörungen
  • Gewichtszuname
  • Leukopenie (Mangel an weißen Blutkörpern)
  • Tachykardie (beschleunigte Herzschlagfrequenz)
  • Verstopfung
  • Übelkeit / Erbrechen
  • Zuckungen / Ticks
  • Krampfanfälle
  • Onmachtsanfälle
  • Hautirritationen / Juckreiz
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Ödeme
  • Mangel an Schilddrüsenhormon (freies T 4 & gesammt T4)
  • u.a.

In jeglichen Fällen von beobachteten Begleiterscheinungen / Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und überempfindlichen Reaktionen auf den Wirkstoff Quetiapin, ist sofort der behandelnte Facharzt zu informieren.
Die Behandlung mit Seroquel muss unter stetiger ärztlicher Kontrolle stattfinden. Das Medikament darf ohne vorherige Absprache mit dem Arzt nicht abgesetzt bzw. die verordnete Dosis weder erhöht noch gemindert werden.
Seroquel führt zur Veränderung im Reaktionsvermögen, dies könnte die Verkehrstüchtigkeit stark beeinträchtigen. Diesbezüglich unbedingt Rücksprache mit dem Arzt nehmen, um die Gefährdung des eigenen Lebens oder dass anderer Verkehrsteilnehmer zu vermeiden.

Fazit

Das Neuroleptikum Seroquel hat einen schlechten Ruf bekommen, nachdem aus einer Studie des Institutes of Psychiatry hervorging, dass das Arzneimittel den Verlauf der Alzheimererkrankung eher beschleunigt. Vor allem in Pflegeheimen wurde Seroquel verabreicht, um die körperliche Unruhezustände von Alzheimer Patienten zu lindern.

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