Drogen

Drogen wurden schon vor Tausenden von Jahren als Rausch- und Genussmittel benutzt. In unserer heutigen Gesellschaft sind Drogen allgegenwärtig, wobei man diese nach unterschiedlichen Gesichtspunkten klassifizieren kann. Die Klassifizierung nach der Stoffklasse, also die chemische Klassifizierung, ist ebenso möglich wie die Klassifizierung nach der Wirkung. Auch kann man "harte" von "weichen" Drogen sowie pflanzliche und tierische als auch synthetisch hergestellte Drogen unterscheiden. Bekannteste pflanzliche Droge ist der Hanf, während LSD, Speed oder Ecstasy zu den häufigsten synthetisch hergestellten Drogen zählt.

Worin unterscheidet man Drogen?

Grundsätzlich unterscheidet man weiterhin zwei Arten von Drogen, die legalen und die illegalen Drogen. Zu den legalen Drogen, die wohl jeder von uns schon einmal ausprobiert hat und welche auch als Genussgifte bezeichnet werden, gehören beispielsweise Nikotin, Alkohol, Medikamente, Koffein, Schnüffelstoffe und diverse Pilze. Im Gegensatz zu den illegalen Drogen ist deren Besitz und Konsum nicht strafbar.

Legale und Illegale Drogen

Obwohl diese Drogen erlaubt sind, können sie durchaus auch abhängig machen und sogar zu schweren Erkrankungen führen. Der übermäßige Genuss von Alkohol etwa kann zu schweren Leberschädigungen führen, während der Nikotinkonsum Lungenkrebs auslösen kann. In Deutschland zählt Alkohol zu der beliebtesten Droge - immerhin etwa 1,5 Millionen Menschen sind von diesem stark abhängig und damit alkoholkrank. Etwa 40.000 Menschen sterben jedes Jahr an ihrer Alkoholsucht. Alkohol zählt zu den ältesten Drogen der Welt und wurde vermutlich bereits in der Steinzeit hergestellt. Unsere Vorfahren, die Germanen, brauten aus Honigwasser Met und auch Bier kannte man zu dieser Zeit schon. Doch wie wirkt der Alkohol? Alkohol ist ein Zellgift, welches recht schnell in den menschlichen Blutkreislauf gelangt. So wird zunächst die allgemeine Grundstimmung gehoben und das Selbstwertgefühl steigt. Schnell kann dieses Glücksgefühl jedoch umschlagen und die Gewaltbereitschaft steigt rapide an.

Gebräuchliche Drogen

Nach dem Alkohol ist Nikotin das beliebteste Genussmittel in Deutschland: immerhin etwa 25 Prozent der Männer und 22 Prozent der Frauen greifen regelmäßig zum Glimmstengel. Der Tabak stammt aus Amerika, wo dieser von den Indianern schon vor etwa 2.500 Jahren geraucht wurde. Neben dem Nikotin sind in Zigaretten jedoch noch sage und schreibe etwa 4.000 andere giftige Stoffe in Zigaretten enthalten. Besonders Teer ist für den Körper sehr schädlich - dieser nämlich lagert sich als dicke Schicht auf den Atemwegen ab. Deren Selbstreinigung wird verhindert, was man im Allgemeinen als Raucherlunge bezeichnet. Kurzatmigkeit schon bei der geringsten Anstrengung und Raucherhusten sind die unschönen Folgen. Doch auch Durchblutungsstörungen, welche zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können, sind die Folge des Nikotingenusses. Weiterhin können durch das Rauchen auch andere Krebsarten wie Speiseröhren-, Luftröhren- oder Kehlkopfkrebs entstehen. Grundsätzlich geht man davon aus, dass Rauchen die Lebenserwartung um bis zu zehn Jahre verkürzt. Jedes Jahr sterben etwa 140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Doch nicht nur für die Raucher selbst ist der Nikotin schädlich, auch das Passivrauchen natürlich kann ebenso Krankheiten auslösen.
Doch auch Koffein zählt zu diesen legalen Drogen. Dieser Wirkstoff ist hauptsächlich in Kaffee oder Tee, doch auch in sogenannten Energy Drinks, enthalten. Ein übermäßiger Verzehr dieses Genussmittels kann beispielsweise nervöse Unruhe und Schlafstörungen verursachen. Ein bis zwei Gläser Kaffee am Tag sind für gesunde Menschen sicher unbedenklich; mehr als fünf Tassen Kaffee am Tag sollte man jedoch möglichst nicht zu sich nehmen.
Verschreibungspflichtige Medikamente - hier besonders Schlaf- oder Schmerzmittel - können ebenso bereits nach 14 Tagen süchtig machen. Im weitesten Sinne kann auch Doping süchtig machen; besonders vorsichtig sollte man bei den Anabolika sein.

Illegale Drogen

Die bekanntesten illegalen Drogenarten wiederum sind Cannabis, Ecstasy, Kokain und Heroin. Gefährlich sind diese vor allem deshalb, weil sie innerhalb von kürzester Zeit süchtig machen können.
Doch was bewirken die einzelnen Drogenarten? Während Heroin beispielsweise stark beruhigend wirkt und Angstzustände beseitigen kann, ist man nach Einnahme von Kokain wie "aufgepusht" und meint, Bäume ausreißen zu können. Schlafstörungen und ein rasender Puls sind die Folgen.
Cannabis wiederum ist der Oberbegriff für Haschisch und Marihuana - beide werden aus der Hanfpflanze gewonnen. Allerdings spielt Cannabis auch in der Medizin eine Rolle und kann bei Multipler Sklerose oder Kopfschmerzen verschrieben werden. Haschisch wird in der Regel geraucht und die Wirkung setzt sofort ein. Allerdings hält diese nur etwa vier bis sechs Stunden an. Die Wirkung richtet sich nach der jeweiligen Person, die Haschisch raucht - ist eine positive Grundstimmung vorhanden, wird diese verstärkt. Bei einer negativen Stimmung allerdings kann sich auch diese verschlechtern. Cannabiskonsum kann noch nach sechs bis acht Wochen nachgewiesen werden.
In Diskotheken und daher bei jüngeren Menschen besonders beliebt ist die Partydroge Ecstasy. Hierbei handelt es sich um kleine Pillen, die etwa zehn Euro pro Stück kosten und damit im Vergleich zu anderen "harten" Drogen recht erschwinglich sind. Die Wirkung der Pillen allerdings hält nur etwa vier bis sechs Stunden an.

Fazit zu Drogen

Handel, Besitz und Konsum all dieser illegalen Drogen sind vor allem aus dem Grund in Deutschland strengstens verboten, weil sie allesamt zu einer Bewusstseinstrübung führen. Die Realität wird deutlich verzerrt wahrgenommen - Suizidversuche sind bei Drogenabhängigen an der Tagesordnung.