Amitriptylin

Handelsname in Deutschland: Saroten

Dosierung von Amitriptylin: 10mg ( ohne Gewähr )

TablettenAmitriptylin ist ein Wirkstoff, der vorwiegend zur Behandlung von Depressionen verschrieben wird. Amitriptylin zählt zu den sogenannten Trizyklischen Antidepressiva - die Bezeichnung 'Trizyklisch' verdankt das Arzneimittel dabei seiner chemischen Konstruktion. Trizyklische Antidepressiva sind die geschichtlich frühesten Antidepressiva, die verordnet wurden - auf den Markt gebracht wurde der Wirkstoff Amitriptylin Anfang der 1960er Jahre.

Wirkung von Amitriptylin

Unter den verschiedenen Antidepressiva bestehen Unterschiede in Wirkungsweise und Wirkungsschwerpunkten: So wird Amitriptylin in der Regel verwendet, um Depressionen zu behandeln, die dominiert sind von Unruhezuständen und Angst - Amitriptylin dämpft die motorischen Funktionen des menschlichen Körpers und kann so unter anderem schlaffördernd wirken. Gleichzeitig wirkt Amitriptylin allgemein stimmungsaufhellend (erste Wirkungen sind diesbezüglich in der Regel circa zwei bis drei Wochen nach Beginn der Medikation zu beobachten). Der Wirkmechanismus von Amitriptylin ist unter anderem der, dass sogenannte Botenstoffe (Transmitter) des Nervensystems in ausreichender Form zur Verfügung gestellt werden - Transmitter helfen bei der Übertragung von Informationen einer Nervenzelle an die nächste. Für diese Übertragung werden chemische Botenstoffe in einen Spalt zwischen zwei Nervenzellen freigesetzt - überschüssig freigesetzte Botenstoffe werden im Anschluss wieder aus dem Spalt in die Zelle aufgenommen und stehen nun nicht mehr für weitere chemische Reaktionen im Spalt zwischen den Zellen zur Verfügung. An diesem Punkt setzt nun die Wirkung von Amitriptylin an: Durch Amitriptylin wird verhindert, dass die Botenstoffe wieder in die Zelle aufgenommen werden, die sie ausgeschüttet hat - und so stehen die Botenstoffe zur Übertragung weiterer Nervensignale zur Verfügung.
Aufgrund seiner schlafanstoßenden Wirkung wird Amitriptylin teilweise auch zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt. Angewandt wird es gelegentlich auch zur Linderung dauerhafter Schmerzerkrankungen und auch von dessen präventiver Wirksamkeit gegen Migräneanfälle und Spannungskopfschmerzen wird berichtet. Die schlaffördernde Wirkung von Amitriptylin setzt relativ schnell ein und ist darin zu vergleichen mit sogenannten Benzodiazepinen - Psychopharmaka zur Bekämpfung akuter Angstzustände -, allerdings besteht bei Einnahme der verordneten Dosis von Amitriptylin nicht die Gefahr der Entwicklung einer Abhängigkeit, während diese Gefahr bei Benzodiazepinen sehr schnell gegeben ist.

Zu beachten ist eine eventuell eingeschränkte Fähigkeit des Führens von Autos oder motorisierten Geräten - aufgrund der entspannenden Wirkung kann es vor allem zu Beginn der Medikation zu einer eingeschränkten Reaktionsfähigkeit kommen. Häufig reduziert sich die sedierende - also beruhigende - Wirkung von Amitriptylin im zeitlichen Verlauf einer Behandlung. Hinsichtlich der Risiken von Amitrytilin bei Einnahmen während einer Schwangerschaft fehlen noch ausreichende wissenschaftliche Ergebnisse.

Nebenwirkungen von Amitriptylin

Typische Nebenwirkungen des Wirkstoffs Amitriptylin sind beispielsweise Schwindel, Mundtrockenheit, Tremor (ein gelegentliches oder dauerhaftes Zittern von Körperteilen), Kopfschmerzen oder Übelkeit. Vor einer Einnahme von Amitriptylin sollte mit dem behandelnden Arzt auch die individuelle Geschichte körperlicher Erkrankungen oder Unverträglichkeiten besprochen werden - beispielsweise wird dringend von der Einnahme von Amitriptylin abgeraten in der Genesungsphase unmittelbar nach einem akuten Herzinfarkt.
Zu beachten sind auch mögliche Wechselwirkungen mit weiteren Medikamenten - einige Antidepressiva verschiedener Wirkmechanismen sollten nicht parallel eingenommen werden; daher ist es wichtig, Medikamente gezielt aufeinander abzustimmen.

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