Bupropion

Dosierung von Bupropion: 150mg, 300mg ( ohne Gewähr )

Handelsname in Deutschland: Elontril

TablettenIm Zusammenhang mit der effizienten und schonenden Therapie unterschiedlicher psychischer und körperlicher Erkrankung bewähren sich in zunehmendem Umfang neuartige und äußerst wirksame Medikamente sowohl im alltäglichen Leben als auch beim Einsatz in Kliniken.
Ein Medikament, welches schon einige Jahre auf dem Arzneimittelmarkt angeboten wird und in die Klasse der Psychopharmaka gehört, ist das Arzneimittel Bupropion. Diese Bezeichnung ist die herstellerseitige Benennung des Wirkstoffs. Der Handelsname, unter dem die betroffenen Patienten dieses Mittel verschrieben bekommen, lautet Elontril.
Grundsätzlich ist es so, dass die Fachärzte das Medikament dann verordnen, wenn eine eingehende Diagnostik und entsprechende Symptome darauf hinweisen, dass die Patienten unter Depression leiden. In diesem Bezug gilt Bupropion als therapeutische Begleitung in Form eines modernen und gut verträglichen Antidepressivums.

Definition von Bupropion

Das Arzneimittel ist ein sogenannter Selektiver Dopamin- und Noradrenalin- sowie Serotonin- Wiederaufnahmehemmer und gilt als zugelassenes antidepressiv wirkendes Arzneimittel. Die Wirksamkeit des Bupropions wird durch den Mechanismus erzielt, der diesen Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern eigen ist. Eine gute Erfolgsrate wird inbesondere bei solchen depressiven Beeinträchtigungen erzielt, die unter der Begleitung sowohl einer tiefen körperlichen als auch psychischen Kraftlosigkeit und Ermüdung einhergehen. Diese treten auch meist in Einheit mit einem Burn-out-Syndrom auf. Bupropion ist nicht nur ein hilfreiches und Therapie begleitendes Medikament bei der Linderung depressiver Beschwerdebilder, sondern wird ebenfalls ganz gezielt gegen ADHS getestet und kann zur Nikotinentwöhnung sinnvoll sein.
Der große Vorzug bei Bupropion besteht darin, dass die Kombination mit anderen antidepressiv wirkenden Medikamenten erfolgen kann. Ausgenommen davon sind lediglich Citalopram und Desipramin sowie Benzodiazepine und verschiedene Neuroleptika. Häufig wird das Bupropion mit Psychopharmaka wird Mirtazapin und Mianserin gemeinsam verordnet, um die starken Beeinträchtigungen durch die sedierende und müde machende Wirkung aufzuheben. Wenn starke Müdigkeit durch Bupropion behandelt werden soll, dann erfolgt die Einnahme des Arzneimittels zu Tagesbeginn. Ein weiterer Vorteil bei der Einnahme von Bupropion, welcher dieses Medikament gegenüber herkömmlichen Antidepressiva auszeichnet, ist die fehlende Zunahme des Körpergewichts, was gerade für die meisten weiblichen Patienten ein großes Problem darstellte. Außerdem kann das Arzneimittel auch abrupt abgesetzt werden, ohne dass die unerwünschten Absetzerscheinungen auftreten. Ein Ausschleichen ist nicht erforderlich. Die bei zahlreichen anderen psychisch wirksamen Medikamenten zu befürchtende sexuelle Dysfunktion bei Männern ist beim Einsatz von Bupropion kaum zu beobachten.
Bei der Verabreichung von Bupropion treten Nebenwirkungen auf, deren Intensität von der täglichen Dosierung und der Dauer der Einnahmephase abhängig ist. Kennzeichnend als Nebenwirkungen sind der ständige trockene Mund, eine anhaltende Müdigkeit, Kopfschmerzen und Benommenheitszustände sowie Schwindelgefühl und Einschränkungen des Appetits.

Nebenwirkungen von Bupropion

Sehr häufige Nebenwirkungen

  • Schlafstörungen

Häufige Nebenwirkungen

  • Konzentrationsstörungen
  • Schwindel
  • Depressionen
  • Zittern
  • Angststörungen
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Fieber
  • Hautausschläge

Einige Patienten leiden unter der Einnahme von Bupropion unter Zittern, schmerzhaften Beschwerden in den Muskeln und gelenken. Seltener beobachtet werden lebensbedrohliche Zustände durch einen sogenannten Priapismus. Dies kann als Risiko eingestuft werden. Weitere Risikofaktoren, welche durch Bupropion ausgelöst werden, sind eine Erhöhung des Blutdrucks und die Steigerung des Herzschlages.
Bestimmte Nebenwirkungen des Bupropions können durch falsche Einnahmegewohnheiten begünstigt werden. In diesem Zusammenhang kommen eine suchtbezeichnete Abhängigkeit und Hochgefühle bei der Aufnahme mit Alkohol in Frage. Wird das Medikament über eine sehr lange Zeit aufgenommen, dann kann sich ein Suchtverhalten entwickeln. Menschen, bei denen als Vorerkrankung eine Psychose oder eine manisch-depressive Erkrankung festgestellt wurde, neigen dazu, unter der Einnahme von Bupropion psychotische Reaktionen auszuprägen.
Gleich, welche Vorzüge dieses Medikament besitzt, je geringer die Dosierung und die Einnahmezeit, desto günstiger. Wie alle anderen Psychopharmaka, so soll auch das Bupropion ebenfalls als eine Säule verschiedener Therapiemaßnahmen gesehen werden. Eine Depression zu bekämpfen und damit zu leben, ist nicht einfach, dennoch können diese modernen, leistungsfähigen Psychopharmaka einen Neustart ermöglichen und eine sinnvolle Therapie in einem großen Therapiekomplex darstellen.

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