Diazepam

Dosierung von Diazepam: 2mg, 5mg, 10mg ( ohne Gewähr )

Handelsname in Deutschland: Valium oder Faustan

TablettenEs gibt Situationen in denen manch einer auf Arzneimittel dringend angewiesen ist. Insbesondere dann, wenn die Zustände so schlimm sind, dass man vor Angst nicht mehr ein noch aus weiß oder aber nicht mehr schlafen kann. Der Körper reagiert dementsprechend ungnädig auf Schlaflosigkeit. Denn ein gesunder Schlaf ist wichtig für Körper und Seele, weil er kraftfördernd ist und regenerierend.
Wenn sich ein Mensch jedoch jede Nacht hin und her wirft und dennoch kein Auge zu tun kann, dann muss etwas dagegen unternommen werden. Zunächst einmal stellt ein Arzt die Gründe fest, die zur Schlaflosigkeit des Patienten führen. Dass können allgemeine Unpässlichkeiten sein aber auch Probleme, die den Betroffenen so sehr beschäftigen, dass er nicht zur Ruhe kommt.
In diesem Fall verschreibt der behandelnde Mediziner oftmals ein Schlafmittel, damit sein Patient keine durchwachten Nächte mehr hat.

Diazepam ist kein Schlafmittel an sich, eher ein Psychopharmakon welches angstlösend und sedierend (beruhigend) wirkt, eine Art Tranquilizer sozusagen. Ein Beruhigungsmittel in diesem Sinne, was auch als Schlafmittel angewandt wird.
Diazepam sollte allerdings nicht länger als vier bis sechs Wochen eingenommen werden, auch darf die vom Arzt verschriebene Dosis nicht überschritten werden, weil es sonst zur ernsthaften Abhängigkeit kommen kann. Was wiederum heißen würde, dass Körper und Psyche in Gefahr sind.
Aus diesem Grund ist es angebracht, Diazepam nur dann einzunehmen, wenn es wirklich unumgänglich ist. Lang anhaltende Schlaflosigkeit ist ein unumgänglicher Fall.

Auch Patienten, welche unter nachfolgenden Erkrankungen / Zuständen leiden, wird mitunter Diazepam zur symptomatischen Behandlung verabreicht:

  • Spannungs- und Erregungszuständen
  • Angstgefühlen
  • Epileptischen Anfällen/  erhöht die Krampsschwelle
  • Innerer Unruhe
  • vor Operationen zur Sedierung

Während der Schwangerschaft sollte Diazepam nach Möglichkeit nicht unbedingt eingenommen werden, denn in einigen Studien wurde nachweislich belegt, dass die Einnahme des Arzneimittels zu schweren Fehlbildungen des Säuglings führen kann, insbesondere wurden Herzfehlbildungen und die Lippen- / Gaumenspalte festgehalten. Auch geistige Behinderung und Verhaltensstörungen sind nicht auszuschließen. Bei einer bestehende Schwangerschaft ist der Arzt sofort davon in Kenntnis zu setzen, dann muss die Behandlung mit Diazepam abgebrochen werden. Jedoch sollten Patienten niemals dieses Medikament ohne Rücksprache mit dem Mediziner absetzen. Ebenso wenig sollten Suchterkrankte oder Menschen mit Alkoholproblemen und Drogenmissbrauch in der Vergangenheit, Diazepam nach Möglichkeit nicht einnehmen bzw. nur unter akribischen Vorsichtsmaßnahmen und strengster ärztlicher Überwachung. In der Behandlungszeit mit dem Tranquilizer sollte selbstverständlich auf Alkoholkonsum verzichtet werden.
Wenn Diazepam in Verbindung mit anderen Neuroleptika, Anästhetika, Antidepressiva oder sedierenden Mitteln eingenommen wird, kann dies ernsthafte Komplikationen nach sich ziehen. Denn die Wirkung der jeweiligen Arzneimittel können sich gegenseitig verstärken.
So dass veränderte Verhaltensarten nicht auszuschließen sind.

Diese könnten sich folgendermaßen äußern:

  • Wahnvorstellungen
  • Aggressivität und Wutausbrüche
  • Alpträume
  • Halluzinationen
  • Psychosen

Wie bei jedem anderen Medikament auch, können während der Einnahmezeit von Diazepam ebenso unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Einige dieser Begleiterscheinungen verflüchtigen sich bereits nach kurzer Zeit wieder, wenn der Körper sich darauf eingestellt hat. Andere wiederum bleiben bestehen, in geschwächter oder verstärkter Form. Es müssen jedoch auch keine Nebenwirkungen auftreten.

Bekannte und nachgewiesene Nebenwirkungen wären diesbezüglich:

  • Benommenheit
  • erhöhte Tagessedierung
  • Kopfschmerzen
  • Verwirrtheit
  • Benommenheit
  • Schwindelgefühle
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Übermäßige Schläfrigkeit
  • es kann zur paradoxen Wirkung kommen (entgegengesetzte Wirkung)
  • Verminderung des Konzentrationsvermögens u.a.

Sollte Diazepam über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, kann dies folgende Nebenwirkungen haben:

  • Gang- und Bewegungsunsicherheit
  • Muskelkrämpfe
  • Doppelbilder
  • Erregungs- und Angstzustände
  • Einschlaf- und Durchschlafstörungen
  • Wutanfälle
  • Gefühlskälte

Wenn Diazepam nach einer längeren Anwendungszeit abgesetzt wird, kann dies auch zu Entzugserscheinungen führen, die sich folgendermaßen auswirken:

  • Angstzustände
  • Halluzinationen
  • Krampfanfälle
  • Psychosen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Übermäßiges Gefühlsleben
  • Geräuschempfindlichkeit

Fazit

Trotz aller möglichen und unmöglichen Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen bzw. Wechselwirkungen, wurde Diazepam von der Weltgesundheitsorganisation / WHO in die Liste der unentbehrlichen Medikamente aufgenommen.

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