Lithium

Handelsname in Deutschland: Hypnorex und Quilonum

Lithium Nebenwirkungen und Wirkung auf Psycho-Alex.

Dosierung von Lithium: 450mg ( ohne Gewähr )

TablettenLithium wurde schon von der amerikanischen Grunge-Band Nirvana in dem gleichnamigen Song besungen. Auch der Musiker Sting (er outete sich selbst als manisch-depressiv) erzählt in dem Lied Lithium Sunset über die Wirkungen der Lithiumtherapie.

Zur Geschichte von Lithium

Schon im Jahr 1850 wurde das Mittel Lithium als Medikament gegen Gicht eingesetzt. Allerdings erwies es sich in der Hinsicht als wirkungslos. Auch bei Infektionskrankheiten konnte es nicht Abhilfe schaffen.
Erst im Jahr 1949 kam der australische Psychiater John Cade durch Versuchen an Meerschweinchen darauf, dass dises bei der Injektion mit Lithiumsalzen weniger stark auf Außenreize reagierten, ohne allerdings schläfrig zu werden. Diese bahnbrechende und eher zufällig entstandene Erkenntnis ebnete Lithium den Weg zu einem erfolgreichen Medikament. Nach einem Selbstversuch Cades wurde 1952 mit der Verwendung von Lithiumcarbonat als Mittel gegen Depressionen, manisch-depressive Krankheitsbilder und Schizophrenie begonnen. Dies erwies sich als erfolgreich. Bis 1950 war Lithiumcitrat übrigens im Erfrischungsgetränk Sevenup enthalten, man ersetzte es später durch andere Inhaltsstoffe wegen der Gesundheitsschädlichkeit. Ab 1967 wurde Lithium vor allem als Phasenphrophylaktikum gegen das Wiederauftreten von Symptomen bei affektiven Psychosen eingesetzt.

Die heutigen Anwendungsgebiete von Lithium

Im wesentlichen gibt es drei Indikationsgebiete für Lithium: wiederkehrende Depressionen (unipolar rezidivierende Depressionen), wiederkehrende Phasen der manisch-depressiven Krankheit (bei dieser Krankheitsform erreicht man mit der Lithiumtherapie Stimmungsstabilisation und bei akuter Manie eine Besserung der Symptomatik), therapieresistente Schizophrenie und Clusterkopfschmerz (das ist ein Kopfschmerz, der sich lange hinzieht und zu starkem Leidensdruck führt).

Die Wirkungsweise des Lithium

Da Lithium auf zahllose körperliche Prozesse einwirkt, ist dessen genaue Wirkungsweise noch heute nicht genügend erforscht. Fakt ist, dass es bei manischen Episoden den Noradrenalspiegel senkt und bei depressiven Phasen die Serotoninproduktion steigert.
Kontraindikationen für eine Lithiumtherapie sind schwere Niereninsuffizienz, Nierenversagen und Herzinsuffizienz.

Nebenwirkungen von Lithium

Als typische Nebenwirkungen gelten Gewichtszunahme, Störungen des Kreislaufs, Tremor, Erbrechen, Übelkeit, Blutbildveränderungen, verstärkter Durst und vermehrtes Wasserlassen. Auch Unterfunktionen der Schilddrüse können durch eine Lithiumtherapie ausgelöst werden. Bei zu hohen Dosen besteht die Gefahr, ins Koma zu fallen. Bei einer längeren Lithiumbehandlung kann es zu Diabetes, Blutübersäuerung und Einschränkung der Nierenfunktion kommen.
Bei zu schnellem Absetzen von Lithium kann es zu einer erhöhten Reizbarkeit, Ängsten, schlechter Gemütslage und Unruhe kommen. Auch Schwangeren wird empfohlen, auf Lithium zu verzichten. Ist dies nicht möglich aufgrund der extremen Stimmungslage etwa, wird eine niedrige Dosierung empfohlen. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, regelmäßige Kontorllen des Serumspiegels vornehmen zu lassen, wenn man Lithium einnimmt.
Wirksamkeit des Medikaments
Trotz aller Gefahren bei einer Lithiumtherapie hat sich Lithium als wirksames Medikament bei psychiatrischen Krankheitsbildern erwiesen und ist noch heute ein beliebtes Medikament.

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