Lorazepam

Dosierung von Lorazepam: 0,5mg, 1mg, 2,5mg ( ohne Gewähr )

Handelsname in Deutschland: Tavor

TablettenEs gibt Dinge im Leben, die kann man nicht vorhersehen. Plötzlich ist sie da, die Angst die alles lahm legt, die den Atem nimmt, die hilflos macht. Angstzustände können das Leben eines Menschen sehr stark beeinflussen. Doch Ängste lassen sich bewältigen. Mit einer richtigen Therapie kann der innere Feind besiegt werden. Mitunter helfen ausgedehnte Gespräche mit Psychologen oder Psychiatern, um den Ursachen der Angst auf die Schliche zu kommen und gegen diese anzukämpfen. Manchmal jedoch werden im Sinne der therapeutischen Behandlung auch Medikamente verabreicht bzw. verschrieben, um gezielter gegen die seelischen Störungen vorgehen zu können. Diese Arzneimittel sind so genannte Antidepressiva, stimmungsaufhellende Mittel, Beruhigungsmittel, Psychopharmaka / Neuroleptika.

Lorazepam ist ein Beruhigungsmittel

Lorazepam ist ein solches Beruhigungsmittel und in Tablettenform erhältlich, kann jedoch auch als intravenöse Injektion verabreicht werden. Als Injektion wird Lorazepam mitunter vor operativen Eingriffen verabreicht. Da sich der Wirkstoff relativ schnell entfaltet und der Patient in einen beruhigenden Dämmerzustand verfällt.
Das Arzneimittel ist verschreibungspflichtig und nur für eine kurzzeitige Einnahme gedacht, da bei längerfristiger Einnahme die Gefahr einer akuten Abhängigkeit besteht. Das Suchpotenzial von Lorazepam ist nicht zu unterschätzen.
Lorazepam lindert die Symptome der psychischen Erkrankungen, der Wirkstoff Lorazepam im gleichnamigem Arzneimittel wirkt beruhigend, schlaffördernd angstlösend und krampflösend.
Nur der jeweilige Facharzt bestimmt die Dosis und den Zeitraum der Einnahme des Medikamentes.
Lorazepam darf nur ausschleichend abgesetzt werden, um Entzugserscheinungen zu vermeiden. Das Beruhigungsmittel wirkt wie eine Art Droge. So werden schlechte Stimmungen vertrieben, Ängste gebannt und die Betroffenen nehmen wieder intensiv am Zeitgeschehen teil. Wie lange eine Behandlung im Allgemeinen notwendig ist, kommt auf den jeweiligen Einzelfall an.

Mögliche Formen von Entzugserscheinungen wären:

  • Schwächegefühl
  • Schwindelanfälle
  • Innere Unruhe
  • Unkontrolliertes Zittern
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Schlaflosigkeit

Lorazepam erhalten mitunter Patienten, welche unter nachfolgenden Erkrankungen leiden:

  • Unruhezuständen
  • leichten Depressionen
  • Gemütsschwankungen
  • Angststörungen
  • Herzrythmusstörungen
  • Schlaflosigkeit
  • Belastungsstörungen
  • Psychosen
  • Panikattacken

Nebenwirkungen von Lorazepam

Wie jedes Medikament auch, hat Lorazepam seine Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Ebenso gibt es bestimmte Risikogruppen, welchen die Einnahme von Lorazepam zu verwehren ist. Der behandelnde Mediziner ist stets über alle Erkrankungen zu informieren, auch über eine bestehende Schwangerschaft / Stillzeit sowohl über die Arzneimittel welche des weiteren eingenommen werden müssen. Außerdem ist der Mediziner über eventuelle Alkoholprobleme, Alkoholmissbrauch, Alkoholabhängigkeit zu informieren. Das selbige gilt auch für Drogenmissbrauch oder Nikotinkonsum. Nur so kann der Arzt ganz gezielt entscheiden, ob Lorazepam eingenommen werden kann oder nach einer anderen Alternative gesucht werden muss.
Mögliche Begleiterscheinungen / Nebenwirkungen wurden bei Lorazepam (in verminderter, verstärkter oder eher seltener Form) beobachtet:

  • allgemeine Hautreaktionen
  • Benommenheit
  • Denkstörungen
  • Magenprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • innere Unruhe
  • Schlaflosigkeit
  • Sodbrennen
  • Veränderung der Leberwerte
  • Verfolgungswahn
  • Appetitsteigerung / Gewichtszunahme
  • Haarausfall
  • Müdigkeit
  • Mattigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Schweißausbrüche
  • gestörtes Lustempfinden
  • Medikamentenabhängigkeit

Entzugserscheinungen (nach Absetzen von Lorazepam)

Eine Patientin, welche auf Grund ihrer ausgeprägten Angststörungen mit Lorazepam behandelt wurde, klagte über unerträgliches Sodbrennen, rapide Gewichtszunahme und Erschöpfungszustände. Nachdem sie das Psychopharmaka aus diesen Gründen abrupt absetzte, ließen diese Nebenwirkungen nach. Jedoch verschlechterte sich ihr seelicher Zustand so drastisch, dass sie Selbstmordgedanken bekam.

Fazit

Im Großen und Ganzen ist Lorazepam gut verträglich, zumal es in relativer kurzer Zeit seine beruhigende Wirkung voll entfalten kann. Die verschriebene Dosis ist jedoch stets einzuhalten, nicht zu verdoppeln oder einfach auszulassen. Ein wissentlich herbei geführter Missbrauch des Medikaments Lorazepam kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen, die eine akute Gefahr für Leib und Leben darstellen.
Möglicherweise auftretende Nebenwirkungen, Begleiterscheinungen oder Entzugserscheinungen sind dem behandelndem Arzt unverzüglich mitzuteilen.

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