Sulpirid

Dosierung von Sulpirid: 50mg, 200mg ( ohne Gewähr )

Handelsnamen in Deutschland: Arminol und Dogmatil 

TablettenEs gibt Menschen deren seelisches Leiden bereits ihren Ursprung in der Kindheit hat. In vielen dieser Fällen entwickelt sich über Jahre hinweg eine Psychose, die bis hin zur chronischen bzw. hochgradigen Schizophrenie führen kann. Menschen, die in ihrer Kindheit oftmals traumatische Erlebnisse hatten, flüchten in ihre eigene heile Welt. Das Heimtückische an der Schizophrenie ist allerdings, dass die Betroffenen mitunter gar nicht erkennen wie krank sie wirklich sind. Ihnen fällt es schwer, zwischen Einbildung und Realität zu unterscheiden. Diese Menschen erleben Dinge, welche sich allerdings tatsächlich nur in ihrem Kopf abspielen aber nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Doch für die Betroffenen ist alles sehr authentisch.
Solche Halluzinationen und Wahnvorstellungen können allerdings auch gefährliche Ausmaße annehmen und die Betroffenen, im wahrsten Sinne des Wortes, an den Rande des Wahnsinn führen.
Darum ist professionelle Hilfe dringend erforderlich. Einigen Patienten kann durch eine aufwendige Therapie geholfen werden, andere hingegen benötigen eine lebenslange psychologische Betreuung und Medikamente, welche ihnen das Leben weitestgehend erleichtern. Wiederum andere Patienten können niemals ein normales Leben führen.



Die eingesetzten Medikamente sind oft Neuroleptika. Wie lange eine Behandlung mit Psychopharmaka durchgeführt werden muss, die stets in Verbindung mit einer Psychotherapeut und Sozialtherapie steht, hängt immer ganz individuell vom Schweregrad der seelischen Erkrankung ab und gleichermaßen spielt auch die Mitwirkung des Patienten eine enorme Rolle.

Da es in schwerwiegenden Fällen unabdingbar ist Psychopharmaka einzunehmen, wird diesbezüglich sehr oft Sulpirid verschrieben. Sulpirid gehört zu den modernen atypischen Neuroleptika. Es besitzt den gleichnamigen Wirkstoff Sulpirid, der sich positiv auf bestimmte motorische Störungen auswirkt. Er greift direkt in das betroffene Botenstoffsystem ein. In einer geringen Dosis eingenommen, wirkt Sulpirid auch gegen Schwindel / Drehschwindel und Antidepressiv. Das Arzneimittel ist verschreibungspflichtig und nur streng nach der verordneten Dosierung einzunehmen. Die Dosis darf gegebenfalls, wenn notwendig, nur langsam gesteigert werden, ebenso darf das Psychopharmaka auch nur schleichend wieder abgesetzt werden.

Sulpirid wird Patienten mit folgenden Krankheitsbildern verschrieben:

  • Psychose
  • Depressionen
  • Schwindelanfällen
  • Schizophrenie
  • Angststörungen
  • Neurosen
  • Denk- und Wahrnehmungsstörungen

Nebenwirkungen von Sulpirid

Nebenwirkungen, Unverträglichkeiten und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind niemals auszuschließen. Insbesondere kann sich Sulpirid in Verbindung mit gleichzeitiger Einnahme von Appetitszüglern, Schlafmitteln, anderen Neuroleptika, Betablockern bzw. Tabletten gegen hohen Blutdruck und Asthma-Mitteln negativ auswirken. Die genaueren Wechselwirkungen sind der Packungsbeilage zu entnehmen. Im Zweifelsfall bzw. bei Auftreten von Wechselwirkungen und Begleiterscheinungen ist immer sofort der behandelnde Arzt zu informieren.

Sulpirid darf jedoch niemals angewendet werden bei nachfolgenden Erkrankungen:

  • Bestehender Epilepsie
  • Parkinson Syndrom (Morbus Parkinson / Schüttellähmung)
  • Krebserkrankungen / Tumoren / Geschwülsten
  • Schwersten Erkrankungen der Hirnorgane

Das Medikament darf mit einigen Herzmedikamenten nicht zusammen eingenommenwerden. (Betablockern, Calciumkanalblockern) Desweiteren ist zu beachten, dass sich gefährliche Nebenwirkungen einstellen können, wenn Sulpirid in der Schwangerschaft angewandt wird, bei Tromboseneigung, bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße / Herzinsuffizienz, schwere Leber- oder Nierenschäden vorhanden sind. Im Vorfeld sind daher alle Erkrankungen stets dem Arzt mitzuteilen.

Unangenehme Begleiterscheinungen bzw. Nebenwirkungen, welche festgestellt wurden (in geminderter als auch verstärkter, sowie sehr seltener Form) sind u.a. folgende:

  • Stimmungsschwankungen
  • Appetitsteigerung / Gewichtszunahme
  • Konzentrationsstörungen
  • Lipidoverlust
  • Haarausfall
  • Müdigkeit
  • Amenorrhoe (Ausbleiben der Regelblutungen)
  • Ödeme / Wassereinlagerungen
  • Muskelkrämpfe
  • Mundtrockenheit
  • Sehstörungen
  • Übelkeit / Erbrechen
  • Sprachstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Verstärktes Schwitzen (Transpiration)
  • Brustschmerzen / Spannungsgefühl in der Brust
  • Veränderung der Blutdruckwerte

Erfahrungen mit Sulpirid

Ein Patient, der Sulpirid auf Grund seiner Depressionen eingenommen hatte, war sehr zufrieden da das Mittel sofort angeschlagen hat, er wieder mehr Antrieb bekam und an Lebenslust gewann.
Patienten, welche an Angststörungen litten verzeichneten Nebenwirkungen wie Lethargie und extreme Müdigkeit. Andere jedoch bestätigen den positiven Effekt von Sulpirid, da die trüben Gedanken verschwanden, die Gereiztheit nachließ und die Stimmung sich allgemein aufhellte.

Unangenehme Nebenwirkungen sind bei keinem Arzneimittel voll und ganz auszuschließen. Doch im Allgemeinen gilt Sulpirid als sehr verträgliches und wirkungsvolles Psychopharmaka.

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