Trevilor

siehe auch: Venlafaxin

Dosierung von Trevilor: 37,5mg, 75mg, 150mg ( ohne Gewähr )

Wirkstoff: Venlafaxin

TablettenTrevilor ist ein verschreibungspflichtiges Medikament welches bei schweren psychischen Störungen, Angstzuständen und Depressionen eingenommen werden kann. Menschen welche unter Panikattaken, Depressionen und seelischen Gleichgewichtsstörungen leiden, sind auf die Hilfe stimmungsaufhellender, angstlösender Mittel angewiesen. Trevilor ist ein solches Medikament, allgemein auch unter dem Begriff Psychopharmaka bekannt.
Dieses Psychopharmaka enthält den Wirkstoff Venlafaxin, einen sogenannten SNRI-Blocker.
SNRI bedeutet: Selektiver- Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer.

Begriffserklärung

Serotonin ist sowohl Botenstoff als auch Hormon, welches sich in verschiedenen Gehirnregionen aber auch im Darm und im Blut ansiedelt. Serotonin, in Verbindung mit Noradrenalin als auch Dopamin und Endorphine, gehören zu den wichtigsten vier Botenstoffen, welche für Glück, Wohlbefinden und den Gleichklang des Gefühlslebens sehr wichtig sind. Werden diese Botenstoffe aus dem Gleichgewicht gebracht, kann es zu permanenten Störungen kommen, welche die Ursache für seelische Erkrankungen sind.

Was macht Trevilor?

Der Wirkstoff Venlafaxin im Medikament Trevilor, blockiert die Transportstoffe und befördert Noradrenalin und Serotonin wieder an ihre ursprünglichen Positionen zurück, damit diese länger an ihrem Wirkungsort verweilen und ihre zugedachte Aufgabe übernehmen können. Dass bedeutet also, das der Wirkstoff Venlafaxin sich stimmungsaufhellend und angstlösend auswirkt. Allerdings benötigt Venlafaxin eine gewisse Zeit, oftmals wird von 14 Tagen ausgegangen, bis sich seine Wirkung vollständig entfalten kann.

Demzufolge könnte man Trevilor als eine Art Droge bezeichnen, die den Glückshormonhaushalt wieder in geordnete Bahnen bringt. Wie jedes andere Medikament, welches so starke Auswirkungen hat, sollte es daher nur nach ärztlicher Verschreibung und der vorgebenen Dosierung eingenommen werden. Trevilor verursacht so wie alle Antidepressiva keine Abhängigkeit, weder körperlich noch psychisch, und es wirkt auch in keinster Weise auf das Belohnungszentrum des Gehirns. Trevilor ist keine Droge, aber es wirkt auf die Chemie im Gehirn ein. Noradrenalin und Seretonin.

Nebenwirkungen von Trevilor

Wie jedes andere Medikament, hat Trevilor neben seiner Haupteigenschaft als Heilmittel, auch seine Nebenwirkungen. Denn jeder Mensch bzw. jeder Organismus reagiert anders auf die jeweiligen Wirkstoffe und Zusammensetzungen eines Arzneimittels.
So wurden speziell im Fall von Trevilor Nebenwirkungen festgestellt, in Form von:

  • Schlafstörungen
  • Blutdruckanstieg
  • Beschwerden des Magen- und Darmtraktes
  • Lipidoverlust bzw. sexuelle Funktionsstörungen
  • Häufiges Wasserlassen
  • Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme
  • Eng- oder Weitwinkelglaukom
  • Tinnitus
  • Lichtüberempfindlichkeit
  • Krampfanfälle


Einige Patienten, welche das Psychopharmaka einnahmen, klagen unter anderem auch über:

  • nächtliche Alpträume
  • innere Unruhe
  • starke Kopfschmerzen
  • permanente Müdigkeit/ Beeinträchtigung der Fahrtauflichkeit
  • Herzrasen
  • Atemnot
  • Sekundenlähmung der Gesichtsnerven bzw. der Extremitäten

Vorsicht bei der Einahme von Trevilor

Besondere genaue Indikationsstellung bei Schwangeren und Stillenden.
Werden Nebenwirkungen nach Einnahme von Trevilor festgestellt, ganz gleich welcher Art diese sind und in welchem Umfang sie auftreten, so sollte sofort der Arzt konsultiert werden. Nur er kann entscheiden, ob das Psychopharmaka weiterhin angewandt werden soll. Es ist dringend davon abzuraten, dass Medikament ohne vorherige ärztliche Absprache, einfach so abzusetzen.
Stimmungsaufhellende Medikamente dieser Art, müssen stets ausschleichend abgesetzt werden, um schwere gesundheitliche Störungen zu vermeiden.

Desweiteren ist darauf zu achten, dass sich die Wirkstoffe und Zusammensetzungen im Medikament Trevilor, bei gleichzeitiger Einnahme weiterer Arzneimittel, mit deren Wirkstoffen aneinander geraten und deren Wirkung verstärken bzw. abschwächen. Diesbezüglich ist ebenfalls ein klärendes Gespräch mit dem Arzt notwendig, der im Vorfeld entscheidet, ob sich das Psychopharmaka mit den anderen Tabletten verträgt.
Ebenso sollte Trevilor niemals gleichzeitig mit weiteren stimmungsaufhellenden Substanzen vom Typ MAO-Hemmer eingenommen werden. Diesbezüglich ist bei der Einnahme ein ausreichender Zeitpunkt einzuhalten. Im Zweifelsfall ist stets der behandelnde Arzt zu Rate zu ziehen.

Was passiert, wenn ich die Einnahme von Trevilor vergessen habe?

Sollte die Einnahme des Psychopharmaka mehrmals vergessen wurden sein, so sollte niemals die jeweilige Anzahl der vergessenen Tabletten, nachträglich mit einem Mal eingenommen werden.
Eine Überdosierung des Medikamentes kann zu schwersten gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, bis hin zum Organversagen führen.

Fazit

Psychopharmaka sind keine Wunderheilmittel, welche innerhalb kürzester Zeit das Seelenleben wieder in Einklang bringen. Sie sind ein Teil der Behandlung von seelischen Erkrankungen und werden vor allem in Verbindung mit einer dementsprechenden Psychotherapie, verabreicht.
Denn Medikamente dieser Art werden niemals bedenkenlos verschrieben. Erst dann, wenn der behandelten Arzt über das Krankheitsbild des Patienten genauesten informiert ist, entscheidet er ob eine Behandlung mit Trevilor auch tatsächlich dringend notwendig ist oder ob nicht auch pflanzliche Präparate mit stimmungsaufhellender Wirkung eingenommen werden können.
Bei einer Einnahme von über 6 Wochen muß das Medikament ausschleichend abgesetzt werden.

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